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China in Motion

CHINA IN MOTION 1 Timelapse - 韵动中国1 全国联合拍摄延时摄影 from Timelapse China on Vimeo.

CHINA IN MOTION 2 Timelapse - 韵动中国2 首个两岸三地延时摄影 from Timelapse China on Vimeo.

Geschrieben von Johannes am 10. September 2014 | Abgelegt unter Dies und Das | Keine Kommentare

Praktikum

Mein Arbeitstag beginnt um 8:30 und geht bis 17:30. Hier gibt es leider keine Gleitzeit, dass heißt, es gibt auch keine Überstunden und keine angehäuften Stunden, die man dann ab bummeln könnte. Wer 10 minuten nach 8:30 ein-stempelt, der bekommt eine halbe Stunde vom Lohn abgezogen und wer nur 5Minuten vor 17:30 aus-stempelt, der bekommt ebenfalls eine halbe Stunde abgezogen.

Daher ist das Büro auch vor 8:30 leer und ab 17:32 wie ausgestorben. Ich muss mich an diesen Rhythmus erst noch gewöhnen.

Um 12-13Uhr gibt es eine Stunde Mittagspause. Es gibt eine Kantine, in der es 4 Essen auf Kosten von Bosch gibt (ist also kostenlos). Alle 4 chinesisch, obwohl eins davon “westlich” genannt wird. Naja… manchmal gibt es etwas gutes dabei.  Meine Kollegen gehen dann nach dem Essen wieder ins Büro, ziehen sich ihre Jacke falsch rum vorn über, legen sich eine Augenbinde über und dösen die restliche Zeit, während im Büro das Licht aus ist und etwas ruhig ist… die Handys klingeln jedoch auch da ständig mit schriller, chinesischer Musik.

Geschrieben von Johannes am 7. März 2011 | Abgelegt unter Allgemein, Bosch, Dies und Das | Keine Kommentare

TCM die 2.

Nach dem mein erster Anlauf die Traditionelle Chinesische Medizin [TCM] zu testen eher unbefriedigend war, habe ich nun einen 2. Anlauf gestartet.
Ein Freund hat über einen chinesischen Freund von einem chinesischen Arzt gehört, der vor allem Ausländer behandelt und Englisch spricht. Ich habe diesen also aufgesucht und mich von ihm untersuchen lassen.
Diesmal sah die Untersuchung schon ganz anders aus: neben Zunge und Puls wurde auch der ganze Körper abgetastet und Hände aufgelegt. Mir wurde Massage verschrieben und ein Ernährungsplan erstellt.
Massage sollte man aber nicht als Wohlfühlmassage verstehen - es soll wohl dazu dienen Verspannungen zu lösen, Blockaden in den Meridianen lösen und das Qi wieder zum fließen bringen. Sprich es werden nur die Problemzonen massiert und diese schmerzen arg.
Trotz Schmerz fühlt man sich hinterher etwas entspannter und aufgeladen.
Interessant ist, dass man nicht wie üblich bezahlt, sondern einem gesagt wird was eine Sitzung kostet ( 150 RMB) und man dieses Geld in eine Vase am Ausgang wirft.
Sehr ungewohnt und verwirrend.
Der Effekt aber ist eigentlich nicht schlecht: so hat man nicht das Gefühl, dass man nur Kunde ist, von dem man nur Geld möchte, sondern man fühlt sich als Patient der gerne dafür bezahlt.
Vielleicht gibt auch der ein oder andere so mehr?

Geschrieben von Johannes am 11. Dezember 2008 | Abgelegt unter Allgemein, Dies und Das | Keine Kommentare

Hochzeit auf chinesisch

Ich habe zwar selbst noch keine miterlebt, mir wurde aber ausführlichst darüber berichtet.

Eine Chinesin aus dem Chor, Sonja, war über das Wochenende bei der Hochzeit ihrer Schwester und hat so manche interessanten Geschichten parat gehabt.
Leider war diese Hochzeit in XinJiang, der Provinz nördlich von Tibet ( also auch 2 Zugtage entfernt ) und ich noch nicht so befreundet, dass ich hätte eingeladen werden können.

Am Hochzeitstag muss die Braut mit Brautjungfer im kleinsten Zimmer der Wohnung auf den Bräutigam warten. Dieser kommt gegen 10:00 mit vielen Freundin zu der Wohnung der Eltern und muss 3 Hindernisse überwinden. Die drei Hindernisse sind a) die Haustür, b) die Wohnungstür und c) die Zimmertür der Braut. Bei jeder Tür muss er um Einlass bitten und kann sich diesen nur durch Geldscheine unter der Tür erkaufen. Wieviel und ob dann das Geld reicht, liegt ganz im Ermessen der Eltern. Das hat jedoch wohl mehr symbolischen Charakter, da es sich bei dieser Hochzeit nur um 5-10 RMB handelt.
Wenn sich der Weg zur Braut freigekauft wurde, wird angestoßen. Die Brautjungfer Sonja bekam dann wohl auch einen etwas dickeren Umschlag, immerhin musste sie ja auch extra anreisen…
Dann geht es in großer Autokolonne zur neuen Wohnung.
Eine eigene neue Wohnung - das ist so das Heiligtum der Chinesen. Erst mit dieser eigens gekauften Wohnung ist Heiraten überhaupt möglich. Diese Wohnung hat wohl 400.000 RMB gekostet (3Zimmer,Küche,Bad)
Die Wohnung muss der Mann alleine bezahlen. Daher wohl auch die chinesische Arbeitsmoral der Männer…
Die Ausstattung haben dann aber beide bezahlt. ( die soll wohl auch sehr teuer sein )
In der geschmückten neuen Wohnung wird dann wieder angestoßen und bestaunt.
Danach geht es ins Hotel. Dort wurde ein riesen Saal bestellt und für etwa 700 Leute aufgedeckt.
Dann heißt es Gäste begrüßen ( von denen man wohl sehr viele nicht kennt ) und Geschenke in Empfang nehmen. Es läuft wohl so ab, dass EINE Einladungen an jemanden verschickt und dieser dann mit unbekannt vielen Leuten kommt (Familie,Großeltern,Cousins,Schwippschäger,Freunde…es gibt da wohl keine Begrenzung). So ist die Anzahl der Gäste wohl auch immer eher eine grobe Schätzung und man muss auf das Schlimmste vorbereitet sein.
Ich könnte mir nie vorstellen 600 (!!!) man durch zu füttern. Aber hier in China sind die Preise für’s Essen ja auch etwas moderater…

Dann gibt es eine kleine Tradition: Das neue Ehepar muss kniend beiden Elternpaaren Tee anbieten und um den Segen bitten. Dabei geben die Eltern nun dem Ehepaar Geld.
Getanzt wird nicht.
Wenn dann der Schmaus aus ist, fährt das Ehepaar zurück in ihrer Wohnung. Allerdings begleitet von Freunden. Die Zeit alleine wird da noch nicht gegönnt. Wohl erst am späten Abend dürfen die Freunde dann gehen.
Danach steht eine 2 wöchige Hochzeitsfahrt an. - Nach diesen Ausgaben dann natürlich in China…

Geschrieben von Johannes am 18. November 2008 | Abgelegt unter Allgemein, Bizzar, Dies und Das, Studium | 1 Kommentar

HotPot

–> oder “wie ich meine Ohren rette”

…mit 2 Chinesen verstand ich mich recht gut und so wurde ich heute zum HotPot eingeladen.

HotPot ist eine Art chinesisches Fondue: man bestellt einen Topf mit Brühe (scharf oder Pilzbrühe, oder Meerestiere), dieser wird vor einem auf einer Induktionsplatte erhitzt. Dazu bestellt man allerlei anderer Sachen wie: Schinken (Schaf,Rind,…), Tofu (scharf, mit Blut, mit Kräutern), Gemüse, Fisch, Schrimps, Nudeln, Jiaozi,…
Das alles kommt dann in den kochenden Topf und ist innerhalb von einer Minute fertig und wird dann letztendlich in eine Sesamsoße getunkt.
Man kommt schnell ins schwitzen, da man eigentlich ständig ein Dampfbad nimmt.

Laut chinesischem Kalender ist heute Winteranfang. Dieser Tag wird gefeiert und so gibt es eine Tradition, die mir zum Glück noch rechtzeitig erzählt wurde.
An diesem Tag muss man umbedingt Jiaozi essen! Sonst fallen einem im Winter die Ohren ab! Denn Jiaozi sehen mit viel Phantasie etwas wie Ohren aus…
Zum Glück habe ich also heute noch rechtzeitig Jiaozi gegessen und meine Ohren gerettet.
Laut chinesischer Bauernweisheit muss es am Tag des Winteranfangs auch sehr kalt sein - je kälter um so besser. Und tatsächlich: heute ist es viel kälter als zuvor (5-8°C). Wenn es an diesem Tag kalt ist, dann wird das folgende Jahr gut. Und wenn es an diesem Tag schneit, dann wird der folgende Sommer “a super summer”…

Interessant war noch: beim Anstoßen wird darauf geachtet, dass man mit seinem Glas auch Respekt erweist: man stößt nich auf Augenhöhe an, sondern man achtet darauf, dass die respektierte Person das Glas etwas höher hat als man selbst. Daher sind beim Anstoßen auch alle Augen auf die Gläser gerichtet und man schaut sich nicht in die Augen…

Geschrieben von Johannes am 7. November 2008 | Abgelegt unter Bizzar, Dies und Das | Keine Kommentare

Chinesische Zukunftspläne

Gestern abend wurden wir von unserem Wirtschaftsprofessor zu einem Treffen mit einer chinesischen Firma eingeladen. So wie ich das verstanden hatte, sollte das eine Ergänzung zum Unterricht sein und uns neue Einblicke in die Arbeitswelt und das Leben in einer chinesischen Firma geben.
Als wir dann dort ankamen, hatte ich jedoch eher den Eindruck, dass dies als Chance für die Chinesen genutzt werden sollte um ihr Englisch anzuwenden und aufzufrischen.
Naja…es ist halt nicht leicht in China jemanden zu finden, mit dem man chinesisch sprechen kann…

Wie auch immer, wir waren eine lustige Truppe und da fast alle etwas älter waren (um die 30Jahre) war es sehr angenehm sich zu unterhalten. So einiges Neues kam zum vorschein:
man verdient zwischen ¥2000 und ¥3000 im Monat (200-300€), wohnt in einem Wohnheim auf dem Gelände der Fabrik ( 4man in einem Zimmer-alles Männer), arbeitet 7h am Tag, jedoch 6 Tage die Woche - man kann sich aussuchen ob man Samstag oder Sonntag frei haben möchte…
Viele von ihnen haben/hatten noch keine Freundin und wollen auch noch warten, bis sich ihre Karriere stabilisiert hat und sie genug Geld haben, um sich eine Wohnung kaufen zu können.
Mir wurde gesagt, dass man eine Wohnung umbedingt kaufen müsse, mieten geht nicht ( da man dann ja für immer zahlt und schnell rausgeschmissen werden kann). Außerdem braucht man eine Wohnung um überhaupt heiraten zu können.
Der Plan dieser Chinesen sah also so aus: studiert haben sie, nun arbeiten sie, nun heißt es sich einen Namen machen in der Firma und seine Karriere stabilisieren, dann für eine Wohnung sparen und dann eine Frau suchen…dann ein Kind, dann vielleicht ein Auto und dann alles für das Kind.

Geschrieben von Johannes am 7. November 2008 | Abgelegt unter Dies und Das | 1 Kommentar

TCM

Gestern war ich endlich mal in einer chinesischen Klinik mit TCM [ Traditionelle chinesische Medizin]. Nicht weit von der UIBE gibt es eine Uni für chinesische Medizin mit angeschlossener Klinik.
Natürlich gab es eine lange Schlange und so brauchten wir [Maja und Ich] etwa 2h um überhaupt einen Arzt zu sehen.

Wie läuft das ab?
Man stellt sich in die lange Schlange um sich zu registrieren. An einer Tafel kann man über jeden Arzt lesen, was dieser alles so kann und was er schon alles gemacht hat. Wenn man sich dann für einen Arzt entschieden hat, lässt man sich für diesen Arzt registrieren. Da uns eigentlich nur wichtig war, dass unser Arzt auch englisch spricht, war es uns eigentlich ziemlich egal, an welchen Arzt wir geraten würden.
Für Y10 haben wir dann eine Nummer und ein Zimmer zugewisen bekommen und durften uns in die Schlange der Wartenden einreihen.
Im Ärztezimmer ging es dann relativ hektisch zu. Es gab eine Ärztin mit 2 Schreibern, dahinter etwa 3 oder 4 Studenten, die über die Schulter schauten. Ständig kommen andere Patienten ins Zimmer und geben ihre Nummer ab, da es kein Vorzimmer gibt und auch keine Schwester, die für nötige Ruhe sogen könnte.
Unsere Ärztin selbst konnte kein Englisch, uns hat aber eine Studentin etwas geholfen.
Dann ging es ans Pulsmessen - an beiden Armen. Kurz die Zunge gezeigt [das ging mir etwas zu schnell, um eine richtige Zungenprognose abgeben zu können] und fleißig irgendwelche Zutan aufs Rezept geschrieben.
Ich habe meine Leiden beschrieben und dem entsprechend wurde mein Rezept auch zusammengestellt.
Auf den Weg gegeben wurde mir: iss nicht kalt, iss nicht scharf, denk nicht so viel nach und genieße das Leben mehr [dont worry, be happy...]…ach und auf Eis und Fleisch soll ich verzichten.

Alles in allem fand ich es etwas mager, nun sollen wir 2x tgl unsere Medizin schlucken und wenn wir dann noch immer Probleme haben, wiederkommen.
Eine richtige Prognose habe ich nicht bekommen und was das für Medizin ist und wofür/ wo gegen sie sein soll kann ich auch nur erahnen.

Dann ging es zur Apotheke, da musste ich dann Y130 für die Kräuter und Wurzeln zahlen und für Y2 wurde mir dieser Mix auch noch aufgebrüht [ habe ja hier keine Möglichkeit das selbst zu tun ]
Heute habe ich damit dann angefangen:
Es schmeckt arg bitter und holzig. Meine Erwartungen nach Lakritze wurden tief enttäuscht.
Wenn man etwas hinterher spühlt, ist es aber erträglich.
Bleibt nur zu hoffen, dass es etwas bewirkt und keine Nebenwirkungen eintreten.

Ich werde der Neugier wegen sicher noch einen oder zwei andere Ärzte suchen und diesen dann genauer schildern was ich wissen möchte.

Geschrieben von Johannes am 6. November 2008 | Abgelegt unter Bizzar, Dies und Das | Keine Kommentare

Messer

Was für ein Wunder… es gibt sie wieder: die Messer. Nun habe ich auch endlich das passende Messer zu meinem anderem Besteck

Geschrieben von Johannes am 25. Oktober 2008 | Abgelegt unter Dies und Das | Keine Kommentare

Update

So, eine volle Woche ist gleich geschafft.
Bin im Prüfungsstress- habe am Montag und Diesntag Zwischenprüfungen.
Habe nun eine Schwimmhalle in der nähe der UIBE gefunden. mit dem Rad nur 2min. und so wird Schwimmen wohl wieder ein Teil meines Tages werden.

China hat seinen neuen Superstar… ha, habe eine SMS voller [][][][][] bekommen…was soviel heißt wie ich bin im Recall ( bin im Chor aufgenommen)…
Hatte heute auch mein erstes Chortreffen. Da wurden alle darauf eingeschworen, nichts kaltes zu trinken und auch keine scharfen Speisen mehr zu essen. Von all dem habe ich natürlich nix mitbekommen. Mein Chinesisch ist im Verständnis wirklich immernoch so schlecht.
Singe nun um Bass, wir sind wohl zu 10.
Am Sonntag 7:30pm ist die erste Probe - ich bin gespannt. Zur Vorbereitung wurde uns auch ein Notenblatt mitgegeben… jedoch ohne Noten, sondern mit Zahlen. Naja, zum Glück hat der Bass in diesem Lied nur 3-4 Töne…

Morgen findet von unserem Kurs aus ein Internationaler Kochabend statt… jeder soll etwas landestypisches mitbringen. Von mir gibt es wohl belegte Brezeln… ohne Ofen und Küche sind mir da ja die Hände gebunden.

Geschrieben von Johannes am 23. Oktober 2008 | Abgelegt unter Allgemein, Campus, Dies und Das | Keine Kommentare

Vom Cellist zum Organist

Gestern habe ich endlich mein Vorhaben wahr gemacht!

Ich bin nun stolzer Besitzer einer [eines??] “Sheng” [?].

Eine Sheng ist ein traditionelles chinesisches Blasinstrument. Es sieht einfach spektakulär aus und hat einen geheimnissvollen Klang. Ich würde es ja glatt als kleine Orgel bezeichnen.

Ich habe gerade die Tonleiter entdeckt und versuche mich nun mit Akkorden.
Ich hoffe nur, dass mein Wohnheim sich nicht stören lässt. Denn es/sie kann schon eine ganz schöne Lautstärke erzeugen…

Hier mal ein paar Bilder:

und hier mal der klang ( noch nicht von mir…das dauert wohl noch eine Weile)
Sheng Musik von Myspace
Sheng Musik von Youtube

Ich habe dafür stolze 60€ bezahlt ( mit Tasche und Buch). Habe keine Ahnung was so etwas normal kostet und hoffe einfach mal, dass der Preis nicht all zu teuer war. Ist jedoch eigentlich auch egal, denn das ist mir das Instrument auch wert gewesen. Habe es immerhin von ¥900 aug ¥600 runtergehandelt…aber das muss ja nix heißen.

Habe mir auch gleich eine Nummer von einem Sheng-Lehrer geben lassen. Werde mir dann wohl nächste Woche etwas beibringen lassen. Das soll dann ¥80 pro Stunde kosten. –>Ich weiß nicht, ob man da verhandeln soll… bei Dienstleistungen ist das ja sowieso immer so eine Sache…

Geschrieben von Johannes am 18. Oktober 2008 | Abgelegt unter Bizzar, Dies und Das | 1 Kommentar

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