Archiv für die Kategorie 'Xinjiang'

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Turpan Tag 2

Am nächsten Tag ging es dann viel zu früh raus. Ich hatte mich mit meinem Fahrer für um 8 verabredet ( was nach Xinjiang Zeit früh um 6 bedeutet). Der meinte, dass es besser sei früh los zu fahren, da die Mittagssonne unerträglich sei. Womit er auch recht behielt.
So ging es dann erst einmal in eine lange Schlange zu Tankstelle… (in der er auch ohne mich hätte stehen können und ich 45minuten länger schlafen hätte können…aber naja) … erst anstehen, dann musste ich aussteigen, da nur der Fahrer auf das Geländer Tankstelle darf und dann im Schatten mit all den Anderen warten bis das Auto vollgetankt ist.
Von dort ging es erst einmal auf einen kleinen Markt um gebackene Teigtaschen zu kaufen um mit einem uigurischen Frühstück in den Tag zu starten. Kaobaozi - das sind im Lehmofen gebackene Teigtaschen, gefüllt mit Lamm und Zwiebeln… beides nicht gerade meine Lieblingsspeisen, aber es war ok.

Auf dem Programm standen für den Tag: Flammende Felsen, die Buddhastatuen von Bezlik, ein Wüstendorf und der heißeste Punkt der Welt…

Nach etwa einer Stunde gelangten wir in das Wüstendorf, welches sich in einen Bergthal versteckt hat um der Sonne und den Winden geschützt zu sein. Für 50RMB konnte ich dann in alle Gassen gehen und mit die Häuser von Nahem betrachten… Ich kam mir dabei vor, als wenn man ein kleines Dorf in Deutschland mit einem Zaun umgibt und dann lauter Ausländer für Geld hinein lässt, die sich dann die Ställe und Bauernhöfe anschauen, währen Meier und Müller ganz normal darin wohnen…

Danach ging es in ein Tal in dem in Höhlen Statuen und Gemälde von tausend Buddhas angebracht waren. Nur leider haben diese ein Deutscher und ein Brite um 1900 außer Land geschafft und sind nun in Berlin und in London zu bestaunen… wie mir ein Schild verriet.
Mittlerweile stand die Mittagssonne auch schon im Zenit und so haben wir uns den Stop am Termometer gespart um nicht gebraten zu werden. Aber aus dem Auto mit Fahrtwind im Gesicht war der wärmste Punkt der Erde dann doch erträglich und die Flammenden Berge auch recht interessant zu betrachten.

Geschrieben von Johannes am 24. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare

Turpan - JiaoHe - das chinesische Pompeji

gleich am ersten Tag ging es dann noch in vollster Sonne zu der wohl bedeutendsten archäologischen Fundstätte. Zwischen 2 Flüssen erhob sich mir eine Stadtruine aus Zeiten der Seidenstraße.
Jiaohe war geschützt durch die Insel-Lage und die steilen Klippen ein Hort der Zivilisation mitten in der Wüste. Und noch heute kann man die Bedeutung der Stadt in den riesigen Anlagen erkennen. Ein großer Tempel steht noch und auch ein großes Verwaltungsgebäude. Sonst schländert man durch die erodierten Stadtvirtel und Straßen. Nur eenn die Sonne nicht wäre….

Die verlassenen Straßenzüge und die verfallenen Häuser erinnerten mich an Pompeji. Und auch wenn JiaoHe nicht von einem Vulkan vergraben war, so wurde es von einem Brand im 13. Jh und dem natürlichen lauf der Wüste verschüttet und blieb so erhalten.

Geschrieben von Johannes am 21. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare

Wein in Turpan

Turpan ist ein riesiges Wein-Anbaugebiet. Überall erstrecken sich Weinfelder, welche Kernlosen Wein tragen und wohl die Trauben mit dem höchsten Zuckergehalt besitzen.
Im Herbst wird der Wein in die ganze Welt exportiert und ein Großteil in Lagerhäusern getrocknet und zu Rosinen verarbeitet. So gibt es überall in Turpan Stände mit einer riesigen Auswahl an den verschiedensten Weintraubensorten.

Neben Wein wird auch noch Baumwolle angebaut.

Geschrieben von Johannes am 20. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare

Turpan - Tulufan, XinJiang

Nach 3 Tagen Urumqi mit ExpertenWorkshops bein NDRC und MofCom ging es am Freitag auf eigene Faust für 3 Tage auf Entdeckungstour durch XinJiang.
Da unsere Experten am Freitag wieder gen Beijing flogen und dort keine weitere größere Veranstaltung geplant war, konnte ich mir Freitag frei nehmen und meinen Rückflug auf Sonntagabend verlegen. Mir blieben also 3 Tage für ein Land, welches bestimmt 5x so groß wie Deutschland ist. Ich musste daher auch mit schrecken feststellen, dass mein eigentliche Ziel, die Metropole an der Seidenstraße - Kaschgar- nicht in meiner Reichweite lag. Ein Bus oder Zug braucht genau 24h und diese 2 Tage für hin und zurück wollte ich mir nicht leisten. Auch wenn es quer durch die Wüste gegangen wäre…
So viel meine Wahl auf Turpan (TuLuFan) einer Oase etwa 3h südlich von Urumqi.
Turpan liegt in der Turfan-Senke, der nach dem Toten Meer zweit tiefste Senke der Welt. Und es ist kaum zu glauben, da rings um das Tal Gebirgsketten des TianShang liegen, welche mit seinen bis zu 3.000m Gipfeln die Oase in der Wüste erst möglich machen.
Turfan ist laut Reiseführer der heißeste Ort der Welt, mit einer Rekordtemperatur von 49,6°C.
Und es war auch erdrückend heiß mit 38°.
Aber dank der vielen Bäume und der trockenen Luft war alles erträglich.

So kam ich am Mittag in Turpan an und bin ins Turpan Hotel eingechekt. Dort wurde mir gleich eine Tour angedreht, bei der ich nach Verhandeln eine 2 Tagestour für 380RMB rausschlagen konnte. Ob dies preislich Ok ist müssen mir andere kommentieren…
Jedenfalls ging es gleich am ersten Tag mit vollem Programm los.
Zuerst ging ich der Grund der grünen Oase auf den Grund. Denn die Oase ist nicht natürlich, sondern von Menschenhand erzeugt. Turpan ist bekannt für sein Karez-Bewässerungssystem.
Schon vor etwa 2.000 Jahren begannen die Einwohner des Turfanbeckens Tunnel in die Berge des TianShan zu graben um unterirdisch das Schmelzwasser der Schneegipfel in die etwa 10km entfernte Oase zu leiten. Diese mühselige Arbeit wurde von Generation zu Generation weitergegeben und gepflegt, so dass in Turfan selbst nun über 200 Karez lebensspendendes Wasser nach Turpan leiten und eine Stadt mit 250.000 Einwohnern mit Wasser versorgen.

Alle 20m gibt es einen Schacht, durch den Schutt abtransportiert wird und Zugang gewährt wird.
Am Ende eines Karez fließt das das ganze Jahr über gleich warme/kühle Wasser dann in ein ausgeklügeltes Kanalsystem um das eigentlich Unmögliche wahr werden zu lassen…

Geschrieben von Johannes am 20. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare

TianChi - Himmels See in Xinjiang

Diesen Nachmittag sind wir mit dem Bus in die Berge rings um Urumqi.
Unser Ziel war der Tian Shan (HimmelsBerg) mit seinem herrlich Alpinen See.
Der Tian Chi liegt etwa 2000m ü.M. und könnte so auch in den Alpen stehen - wären nicht chinesische Boote unterwegs, welche die Bilder dann doch wieder nach China holen.

Wir sind etwa eine Stunden lang am See entlang gelaufen. Trotz Sonne wurde es unter anderem etwas kalt.

Geschrieben von Johannes am 14. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | 1 Kommentar

Köstlichkeiten aus XinJiang

Hier in Xinjiang gibt es mal eine ganz andere Küche.
Anstatt Reis gibt es hier Nang - Fladenbrot aus dem Ofen. Dazu einen Lamm Chuang (Spieß) und XinJiang Nudeln.

Uigure am Grill der Lam Chuanguigurische JiaoziMänner mit Unterarmen...das Kneten des zähen Nudelteigs treibt Schweiß auf die StirnLamm ChuangLamm Spießeuigurischer Fladen mit Lammgefüllte Teigtaschen im SteinofenLamm Nang im SteinofenFladenbroteLammGrilluigurisches Festmahl mit KwasLammspieße im OfenMeeresfrüchteMeeresfrüchteWattwürmerMeeresfrüchteMeeresfrüchteMeeresfrüchteSeidenraupenMeeresfrüchteFischköpfe gelten als DelikatesseDas Menü zum erlaufenDas Menü nicht als Karte, sondern als Papierbuffet

Zum Abendbrot waren wir dann noch in einem chinesischen Restaurant mit Meeresfrüchten. Allerdings konnte ich keiner durchringen in der am weitesten vom Meer entferntesten Stadt Fisch o.Ä. zu essen.

Geschrieben von Johannes am 14. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare

Urumqi, Xinjiang

Ich bin gerade in Urumqi gelandet und im Hotel eingecheckt. Jetzt heißt es in den nächsten 2 Tagen Gespräche über die Regionalentwicklung der Westprovinz Xinjiang führen und dann ab Freitag bis Sonntag auf eigene Faust Urumqi und Umgebung erkunden.

Blick auf Beijing bei Nacht aus dem Flugzeug. Deutlich zu erkennen der TianAnMen mit seiner Prachtstraße

Beijing Bei NachtBeijing Bei NachtBeijing Bei Nacht

Geschrieben von Johannes am 13. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare