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UIBE Campusride

…nach viel zu langer Zeit, hier nun ein Video vom Campus der UIBE. Gefilmt aus Fahrrad-Perspektive.

Geschrieben von Johannes am 24. Januar 2009 | Abgelegt unter Campus | 1 Kommentar

Unser täglich Brot…

Schon während meiner Fahrt mit der TransSib bin ich der Instant Nudelsuppe über den Weg gelaufen. Damals fand ich es noch etwas wirklich herrliches, da diese mit dem heißen Wasser in den Zügen eine ideale Mahlzeit darstellte. So fast jeder Russe hatte also zum Mittag und Abend solch eine Instant Nudelpackung. In China ist sie auch überall präsent. Hier jedoch nicht nur als praktische Reisemahlzeit, sondern gleich als volle und vor allem tägliche Mahlzeit. So ist die Werbung dominiert von all den bunten Pappbechern, in den Läden sind ganze Regale voll mit ihnen und egal wann und wo man hinschaut sieht man Leute die diese Suppen essen. Und so auch ich, denn wenn man die Öffnungszeit der Mensa verpasst oder einfach keine Zeit und Lust hat sich in ein Restaurant zu setzten, so sind die Tütennudeln doch eine schnelle Lösung. Was will man auch ohne Küche machen?

Interessant: es gibt ein wirklich breites Netz an Automaten, die heißes Wasser bereitstellen, so kann man sich fast überall heißes Wasser holen. Eigentlich eine Marktlücke bei uns. Wenn es an den Bahnhöfen und in den Zügen so etwas gäbe, würde sich sicher auch die instant Tütensuppe bei uns durchsetzen.

Geschrieben von Johannes am 20. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein, Bizzar, Campus | Comments Off

Zeugnisse

Heute war es soweit, uns wurden unsere Zertifikate übergeben.

Die Noten setzten sich wohl angeblich aus 10% Anwesenheit, 10% Hausaufgaben, 10% Mitarbeit, 30% der erste Zwischenprüfung und 40% der Endprüfung zusammen.
Nachvollziehen konnte ich meine Punkte jedoch nicht.

In den sinnlos Businesskursen wurden die Punkte dann absolut willkürlich vergeben, zu mindest ist das mein Eindruck. In “Chinese Economic and Business Systems” hat so weit jeder eine 87 bekommen…
ansonssten jeder ein A oder A-

Interessant war, dass der Klassensprecher und Klassenbester mit einer Urkunde geehrt wurden und sich Geld im Büro abholen konnten. Da ich ja zum Klassensprecher [?? ]gewählt wurde am Anfang des Semesters, gab es für mich 500RMB und für die Klassenbeste 800RMB. Über 50€ einfach so freut man sich dann doch schon. Auch wenn das Blätter austeilen und Hausaufgaben einsammeln und vorbringen das nicht richtig rechtfertigt. Und wie gesagt, das wurde erst Heute gelüftet, dass man dafür Geld bekommt.
Also: chinesischer Klassensprecher, wenn auch gewöhnungsbedürftig, kann sich lohnen…

Geschrieben von Johannes am 8. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein, Campus | 3 Kommentare

Respekt und Verantwortung

Im Chor ist mir etwas interessantes aufgefallen:

Die neuen Chormitglieder haben einen starken Respekt vor den älteren Chormitgliedern [LaoSheng]. Egal wer von denen was auch immer sagt, es herrscht immer respektvolle Ruhe und es wird sogar geklatscht, wenn ein älterer etwas sagt oder nach vorne kommt. Diese älteren Studenten nehmen, wie ich finde eine Art Vorbildsrolle für die neuen Studenten ein und haben großen Einfluss auf sie.
Im gegenzug dazu werden die älteren Studenten ihrer Rolle aber auch gerecht und verhalten sich wie Vorbilder, übernehmen Verantwortung für die Neuen und helfen diesen und leiten diese in alles ein.

Mit dem Wechsel der Matrikel wird auf einmal auch das Amt der Chorleitung und der Stimmenleitung an eine neue Generation übergeben und diese springt ohne zu zögern in diese Rolle. Auf einmal wird aus dem eher ruhigen und unscheinbaren Student ein Gruppenleiter, der respektiert wird und der diese Rolle auch voll ausfüllt.

In Deutschland am Gymnasium oder im Studium habe ich so etwas kaum erlebt. Bei uns war jeder Jahrgang eher unter sich und war weder Vorbild für die jüngeren Studenten, noch übernahm der ältere Jahrgang irgendeine Verantwortung oder half und leitetete an, oder stand für Fragen zur Verfügung. Jeder macht seins und Respekt vor anderen, nur weil sie ein Matrikel über einem sind, hat keiner. Und auch wenn einmal eine Situation ansteht, dass jemand vor anderen eine neue Rolle einnehmen muss[ eine Gruppe anleiten, vor Neuen sprechen, Verantwortung übernehmen], dann wird sich eher gesträubt und man schickt andere vor.
Hier im Chor scheint es ganz natürlich: Wenn du an der Reihe bist, dann stehst du selbstbewusst vor allen und tust was von dir erwartet wird und du wirst dafür von jedem respektiert. Man wächst mit dieser neuen Verantwortung. Auf einmal stehen völlig neue Chinesen vor mir.

Der Chor wird nur von Studenten geleitet, ohne professionelle Anleitung. Sprich, es gibt keinen virtuosen Musikhochschul-Studenten oder Kirchenkantor, der den Chor leitet. Es sind alles Studenten, die an der UIBE Wirtschaft oder Sprache studieren und die Chorleitung von ihrem Vorderman mehr oder weniger ohne große MusikKentnisse übernehmen.

Leider haben wir bis jetzt kaum ein Lied gesungen. Jede Chorprobe kam bis jetzt ein Gesangslehrer und hat Gesangsunterricht gegeben. Allerdings auch nur verbal und so konnte ich nur ansatzweise verstehen, was er sagte. Wie auch immer, bei uns würde man glaube ich viel mehr singen und nicht so sehr an “Kleinigkeiten” pfeilen. Ich habe hier den Eindruck, dass Chor für die Chinesen nicht umbedingt Spaß heißt, sondern harte Arbeit ist, die man perfekt können muss.
- Wir müssen perfekt singen (wie die Kingsingers) und da ist keine Zeit für singen des Singens wegen.-

Geschrieben von Johannes am 17. November 2008 | Abgelegt unter Campus, Studium | Keine Kommentare

Feier mit internationalen Gerichten

Am Freitag hat sich unsere Klasse getroffen und ein wenig gefeiert.
Eingeladen waren auch unsere Laoshi´s [Lehrer]… wohl auch um sie etwas milder zu stimmen am Montag. (da haben wir unsere Zwischenprüfungen)

Essen Nr2Indonesien und Korea

Unser KouYu [Konversations] Laoshi ist übrigens 24.
Es gab viele verschiedene Gerichte. Ich habe ohne Küche und Kühlschrank schnell ein paar belegte Brezeln gezaubert.

Heute geht es auf einen Berg im Norden Pekings… der soll gerade in dieser Woche ein Muss sein: Der Wald dort färbt sich komplett rot… und das wohl nur für eine Woche.
Sprich da wird sicherlich ganz Beijing auf den Beinen sein.

Geschrieben von Johannes am 26. Oktober 2008 | Abgelegt unter Campus | Keine Kommentare

Update

So, eine volle Woche ist gleich geschafft.
Bin im Prüfungsstress- habe am Montag und Diesntag Zwischenprüfungen.
Habe nun eine Schwimmhalle in der nähe der UIBE gefunden. mit dem Rad nur 2min. und so wird Schwimmen wohl wieder ein Teil meines Tages werden.

China hat seinen neuen Superstar… ha, habe eine SMS voller [][][][][] bekommen…was soviel heißt wie ich bin im Recall ( bin im Chor aufgenommen)…
Hatte heute auch mein erstes Chortreffen. Da wurden alle darauf eingeschworen, nichts kaltes zu trinken und auch keine scharfen Speisen mehr zu essen. Von all dem habe ich natürlich nix mitbekommen. Mein Chinesisch ist im Verständnis wirklich immernoch so schlecht.
Singe nun um Bass, wir sind wohl zu 10.
Am Sonntag 7:30pm ist die erste Probe - ich bin gespannt. Zur Vorbereitung wurde uns auch ein Notenblatt mitgegeben… jedoch ohne Noten, sondern mit Zahlen. Naja, zum Glück hat der Bass in diesem Lied nur 3-4 Töne…

Morgen findet von unserem Kurs aus ein Internationaler Kochabend statt… jeder soll etwas landestypisches mitbringen. Von mir gibt es wohl belegte Brezeln… ohne Ofen und Küche sind mir da ja die Hände gebunden.

Geschrieben von Johannes am 23. Oktober 2008 | Abgelegt unter Allgemein, Campus, Dies und Das | Keine Kommentare

chinesische Deutschstudenten

Hier an der UIBE gibt es einen deutschen Lehrstuhl und den Fachbereicht Deutsch.
Daher findet man auch viele Studenten, die deutsch sprechen.
Das eigentlich besonderer [wobei für mich eher beängstigende] ist, dass all diese Deutschstudenten ein perfektes Deutsch sprechen, ohne Aktzent und alles, wirklich alles verstehen.
Und jetzt kommts: das alles schon nach nur 2 Semestern!
Da werden einem Wörter an den Kopf gehauen, die einen aus allen Wolken hauen.
Sätze, grammatikalisch perfekt und mit Slang. Es werden Synonyme für Wörter aus dem Ärmel geschüttelt und über Themen wie atomare Endlagerung debatiert.

Mir kommt das alles gespenstisch vor und ich werde mir demnächst mal eins ihrer Lehrbücher besorgen und dem nachgehen.
Gerechter Weise muss man dazu jedoch sagen, dass hier auch jeden Tag Deutschunterricht stattfindet und dann auch mehrmals am Tag: Deutsch, Lesen, Schreiben, Hören, Mathe & Englisch, BWL.
Da kommen wir Zwickauer mit unseren 3-4x 90min die Woche Chinesischunterricht nicht ganz mit.

Die Stärke der Geschlechter hat sich im Fach Deutsch stark zu Gunsten der Mädels entschieden. Unter 40 Deutschstudenten gibt es nur 5 Männer!

Mein Fazit: Um eine Sprache so gut und so schnell zu können wie es die Chinesen zeigen, braucht es wirklich viel intensiveren Sprachunterricht in Deutschland - vor allem täglich!

Geschrieben von Johannes am 18. Oktober 2008 | Abgelegt unter Campus | Keine Kommentare

China sucht den Superstar

… Ich hatte mir so gedacht: vielleicht ist es ja eine gute Idee etwas am Campus zu machen, was mich in Kontakt mit “normalen” Chinesen bringt [normal=Chinesen, die sich mit mir nicht nur unterhalten um ihr Englisch zu verbessern].
Und da Musik ja bekanntlich verbindet wollte ich dem Chor der UIBE mal einen Besuch abstatten.
Mit einfach mal in die Probe schauen und vielleicht das nächste Mal auch mitsingen, war es dann doch nicht!
Gestern bekam ich einen Anruf, dass ich doch bitte ein Lied vorbereiten solle, welches ich dann heute Abend vortragen soll. “Autsch”, dachte ich mir. So etwas hatte ich ja noch nie erlebt.
Nun habe ich mir also schnell ein Liedchen rausgesucht, einstudiert und mich in das Abenteuer gestürzt.

Zuerst musste ich einen Fragebogen ausfüllen: Name, Handynummer, ob ich Noten lesen kann, ob ich Zeit habe, warum ich diesem Chor beitreten möchte, was ich mir denn unter diesem Chor vorstelle, wie ich mich als Chormitglied in den Chor einbringen kann…
Mit einem Schmunzeln habe ich also etwas auf englisch aufs Papier gebracht.
Danach bekam ich eine Nummer [Nr82] und musste mich in die Schlange der Wartenden einreihen…

Im Zimmer saßen dann 5-6 Chormitglieder, alle Studenten, und ein jeder musste sein Lied zum Besten geben. Danach Noten vom Blatt singen ( wer kann vom Notenblatt, wer nicht, der muss nach Zahlen singen). Und zu guter Letzt werden Töne vom Kla4 nachgesungen.

Ich habe deutsch gesungen & mich im Text verrappelt- hat ja zum Glück (hoffentlich) keiner gemerkt… ;)

Nun heißt es warten: Irgendwann werde die Ergebnisse per SMS bekannt gegeben.
Proben sind wohl 2x die Woche: Dienstagabend und Sonntagnachmittag.

Ich bin gespannt! Rechne jedoch mit einem Ausländerbonus, oder habe ja überzeugt ;)… oder ich bekomme eine Absage, da ich mit meiner Größe nicht ins Gesamtbild passe… ;)

Geschrieben von Johannes am 16. Oktober 2008 | Abgelegt unter Allgemein, Campus | Keine Kommentare

Geburtstagsfeier

Wie ich aus Tibet zurück komme steht mein Geburtstag vor der Tür. So war ich den ganzen Dienstag damit beschäfftigt Grill, Kohle, Würste und Senf zu beschaffen und hatte gar keine Zeit mein Paket zu öffnen.
Habe es also schnell an meinem Geburtstags-Morgen geöffnet und mich riesig gefreut. Viele schöne Leckerein ( viele davon leben bereits nicht mehr :] ). Zu meinem Glück waren auch ein paar Toffifee dabei, mit denen ich in meinem Kurs gleich eine kleine Runde schmiss…
Außerdem warme Klamotten, die ich jetzt langsam dringend brauche…

In China gibt es 2 GeburtstagsDaten: einmal nach dem Sonnenkalender und einmal nach dem Mondkalender. ( am 19. Geburtstag sollten die beiden Tage gleich sein, daher ist der 19. für Chinesen sehr wichtig) Geburtstag wird in China auch groß gefeiert, wenn möglich mit Familie.
Es wird gesungen: “??????”[women zhu ni kuai le - wir wünschen Dir Glück/Freude] und das auf die Melodie von Happy Birthday……–>ohne dabei den Namen zu singen…einfach 4x wiederholen… :]
Ich bekam einen Korb voller chinesischer Süßigkeiten ( ist vorallem Quittengelee ).

Nach dem Unterricht ging es dann ans Würste braten und vertreilen auf einer Wiese mit “See” auf dem Campus. Wir waren etwa 18 man. Es gab 25 Thüringer Würste, 1kg selbst eingelegte Steaks, Kartoffelsalat, sogar einen Geburtstagskuchen und natürlich den lang ersehnten Senf.

Thüringer WürsteMonika, deutsch Studentin im 3.SemesterKomilitonenKomilitonenmein Geburtstagsständchenein Ständchen

Geschrieben von Johannes am 8. Oktober 2008 | Abgelegt unter Allgemein, Campus, Dies und Das | Keine Kommentare

Thüringer Würste in Beijing

…und ich dachte, einen Grill und Kohle in Beijing zu finden sei das schwierigste…

Ich bin nun schon 30 Tage in China und so langsam hat sich mein Gaumen an chinesische Küche satt gegessen und sehnt sich nach etwas bekannten. Daher hatte ich mir in den kopf gesetzt an meinem Geburtstag Thüringer Bratwürste mit Senf, Ketchup und leckeren Brötchen zu servieren.
Mit dieser Absicht stand ich nun vor dem Problem in Beijing Thüringer Würste, Senf und einen Grill zu bekommen. Es gibt hier eine “South German Bakery”, bei der ich Brötchen bestellt habe. Außerdem gibt es einen “Schindler´s German Food Court”, der Thüringer Würste verkauft und zu meinem Glück auch Senf (wenn auch nur amerikanischen-Heinz). So war das erstmal einfach. Einen Grill zu finden war da schon nicht so leicht.
Wie alles was man sucht: Es gibt es sicher in Beijing, man muss nur wissen wo, oder besser man muss jemanden kennen, der weiß wo. Meine Lehrer und andere Chinesen konnten mir dabei nicht helfen, auch die Taxifahrer wussten nicht wo es einen ” ???” [shaokaolu] geben könnte. Zu meinem Glück habe ich in meinem Abteil im Zug nach Tibet jedoch jemanden getroffen, der mir sagen konnte wo ich soetwas finden könne. Ich also dahin und für ¥50 einen Grill und Kohle gekauft.

Wie ich damit in der Hand das Campusgelände betrete, werde ich aufgeklärt, dass Feuer auf dem Campus genehmigt werden muss und ich eine Woche vorher zig Anträge hätte stellen müssen ( beim Dekan, Hausverwaltung,Polizei, Feuerwehr…) und ich eine Liste der Leute anfertigen solle, die alle kommen würden. Außerdem sind 20 man zuviel…
Autsch, aus der Traum vom heimatlichen Grillen.
Auch bei Kommilitonen im Hof ging es auf Nachfrage nicht.

Was blieb uns? –> Grillen auf chinesisch!
Also alle Würste und selbst eingelegte Steaks in die Pfanne und gebraten. Dann schnell in nen Topf und an die Stelle gefahren, wo ich alle eingeladen hatte zum grillen.
Sprich kein Grill, kein wärmendes Feuer. Dafür aber immerhin gebratene Thüringer Würste.
All in allem ging es auch so. Geschmeckt hat es alle mal ( auch den Chinesen, welche anfingen die Würste klein zu schneiden ;] ) und ein Brötchen mit Wurst und Senf entschädigte dann auch all den vorherigen Ärger.

Geschrieben von Johannes am 8. Oktober 2008 | Abgelegt unter Allgemein, Beijing, Campus, Dies und Das | Keine Kommentare

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