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Einmal Spa, immer Spa - Nr. 8 Hao Business Hotspring Club in Beijing

Gestern Abend ging es mit Thomas in das wohl beste Spa Beijings… Nr. 8 Hao Businessclub Hotspring.
Ins “Ba Hao”, dem Inbegriff für Luxus, Wellnes und Finesse.

Das Wort “Ba Hao” kennt in Beijing jeder Taxifahrer und sicher jeder 2. Beijingnese. Es ist ein Gebäudekomplex im Chaoyang Park und hat neben dem Spa noch ein VIP Spa, ein Luxus Hotel, mehrere Restaurants und einen großen Parkplatz mit Bentley, Porsche, Benz und Co. Eigentlich sind wir lausige Studenten etwas fehl am Platz, aber nur mit Handtuch bekleidet sind dann ja doch wieder alle gleich (wir als Ausländer sogar noch etwas gleicher)
Für 158?hat man Zugang zu allen Räumlichkeiten für ganze 18 Stunden. 158?sind in China schon eine Stange Geld, aber wenn man das mal vergleicht mit anderen Dingen… Teppanyaki All u can eat kostet auch soviel. Eine Ganzkörpermassage 60min kostet auch in etwa soviel und für 16€ bekommt man Sauna bei uns gerademal für 3-4 Stunden…

Das Spa selbst war herrlich ausgestattet: Männer und Frauen sind räumlich getrennt (anscheinend ist es nur in Deutschland möglich zusammen in einem Pool oder in der Saune zu sitzen - prüde Welt da draußen…) man kommt in eine schmucke Umkleidekabine und bekommt Handtücher und Badelatschen. Überall gibt es Duschen mit allen möglichen Duschcremes und Shampoos und weiß der Fuchs was das alles war. Dann gibt es gleich ein neues frisches Handtuch und es geht erstmal in den großen Pool mit Massagedrüsen, Fernsehr, Unterwassermassagesesseln, Steinplatten auf die man sich legt und beregnet wird,… einen Kaltpool, Whirlpool. Zwei finnische Saunen, eine Dampfsauna. Es gab einen kleinen Pool mit kleinen Fischen drin, welche einem die alte Haut abkauen. Ein absolut elektrisierendes Gefühl, welches einem den Verstand raubt. Bei 500 kleinen Beißern ist die Hautreizung überlastet und man kann das Zwacken nirgendwo mehr zuordnen - sehr kitzlig und es braucht Überwindung. Wird sicher gesund sein, mir hat das ausprobieren an den Beinen vorerst gereicht. Ich wollte für 48? nicht das Risiko eingehen, dass es einen überfordert, wenn mehr als die Beine angefressen werden.

Das gute an diesem Spa war eigentlich das Außenbecken, da man mal unter freien Himmel sitzen und frische Luft atmen kann. Außerdem verliert man nicht so schnell das Gefühl für Zeit. Eine Etage drüber gab es dann ein Restaurant mit Buffet (wir haben 4x gegessen - Dinner, Supper, Breakfast und Lunch). Dazu Getränke, alles im Preis mit inbegriffen. Um ins Restaurant zu kommen und um in den Ruheraum zu gelangen muss man sich einen Schlafanzug geben lassen und andere Pantoffeln.
Nach einem guten Abendbrot ging es dann in ein nobel eingerichtetes Lesezimmer mit Couch und Sesseln. Außerdem gibt es einen Ruheraum, in dem man sich einen Sessel nehmen kann, eine Decke bekommt und Fernsehen kann, schlafen kann oder sich eine Massage gönnen kann.
Die Massagen waren uns aber etwas zu teuer. (130? für 45min Fußmassage)

Die Sessel kann man bis in die Waagerechte bringen, so dass man in ihnen auch relativ gut schlafen kann (wären da nicht all die schnarchenden Chinesen - Ohropax mitbringen!)

Am nächsten Morgen also das selbe von Vorn. Duschen, Pool, Sauna, Frühstück, Lesen, Ruhen, Pool…

Frisch gebadet und erholt sind wir dann gegen 14 Uhr nach einem Mittag aus dem Spa zurück in das feucht warme und graue Beijing.

Kurzurlaub mitten in Beijing. Nur zu empfehlen!

Geschrieben von Johannes am 12. Juli 2009 | Abgelegt unter Beijing, Bizzar, Reise in China | Keine Kommentare

Hangzhou

Als wohl südlichsten Ort in China, den ich dieses Jahr bereisen werde, wird sich wohl Hangzhou qualifizieren. Ich habe fast den ganzen norden Chinas bereist, nur der Süden steht mir noch bevor. Jedoch muss ich nach den extrem schwühl-heißen Tagen in Nanjing, Shanghai und Hangzhou zur Zeit nicht wirklich noch mehr gen Süden reisen…

Hangzhou ist bekannt für seinen riesigen See ( West Lake ) mit Brücken, Gärten, Pagoden und Tempeln. Hinter dem See liegen Teeberge mit Teedörfern, welche bei klarer Sicht sicher ein eindrucksvolles Bild ergeben. Leider war der Tag jedoch so diesig, dass man mit Mühe das andere Ende des Sees hat sehen können.
Nach einem Bummel durch die wohl einzig erhaltene “AltstadtStraße” ging es dann zu einem der vielen Fahrradverleihe und mit einem recht guten Rad einmal um den See. Zwischendurch gab es immer etwas zu sehen und auch eine Bootsfahrt gönnten wir uns.
All in allem ein schöner Tag am See, anstrengend und heiß.
Am Abend in Shanghai gab es dann die verdiente Fußmassage.

Altstadt HangzhouAltstadt HangzhouAltstadt HangzhouAltstadt Hangzhouder West Lake in HangzhouWelcome to my WorldWestLake in HangzhouEine Bootsfahrt die ist lustig...Row Row Row my Boeat, gently down the streamWestlakeWestlakeGarten in HangzhouGarten in HangzhouGarten in HangzhouAlbino FasanGarten in HangzhouGarten in HangzhouGarten in HangzhouPagode in Hangzhou

Geschrieben von Johannes am 5. Juli 2009 | Abgelegt unter Reise in China | Keine Kommentare

Shanghai die Zweite

In Shanghai angekommen, sind Thomas und ich erst einmal zu ShiAn und Almuth. Die beiden haben sich ein kleines Idyll mitten in Shanghai aufgebaut mit herrlichem Balkon und gemütlicher Wohnung.
So hieß es erst einmal ankommen und das Balkonidyll genießen.

Am nächsten Tag ging es dann zu Madame Taussauds. Shanghai hat auch ein paar Wachsfiguren abbekommen und so konnten wir einen halben Tag unter all den “Schönen” und Reichen wandern.
Da wurde Madonna angegraben, Einstein um Rat gefragt, der Weltfrieden mit Clinton geschlossen und ein letzter Abschied von Jacko genommen.

Von Shanghai aus sollte es dann mit Almuth und ShiAn nach Hangzhou gehen und von dort dann wieder nach Shanghai um dann am Montag mit dem Flieger wieder gen Heimat Beijng aufzubrechen.

Thomas und MadonnaNiel und ichFamily mit OpachenWeltfrieden doch noch beschlossenvon wegen tot. in voller Größe in Shanghaitja... bilder sagen mehr als Worte ;)

Geschrieben von Johannes am 4. Juli 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Shanghai | Keine Kommentare

Nanjing

Relativ gut ausgeschlafen kamen wir dann gegen um 9 in Nanjing an.
Nanjing liegt in etwa auf der selben Höhe wie die Kanaren. Die Stadt zählt zu einem der 4 chinesischen Hochöfen, da sich die Wärme staut und durch das subtropische Monsumklima ein heiß-schwühler Moloch entsteht. Mit dem ersten Schritt aus dem klimatisiertem Zug merkt man, wie die feucht heiße Luft einen erschlägt. Beijing hat zwar auch einen recht heißen Sommer, jedoch macht die trockene Luft das Leben und Bewegen in Beijing sehr viel mehr angenehmer.
Anstelle und in eine sicherlich überfüllte Ubahn zu zwängen, sprangen wir lieber in das nächst beste klimatisierte Taxi.
In Nanjing studiert gerade ein Kommilitone und so hatten wir einen Anlaufspunkt und Stadtführer.

Nanjing war über mehrere Dynastien hinweg das politische Zentrum Chinas und stieg während der Zeit der chinesischen Republik auch wieder zur Hauptstadt auf. So gab es in Nanjing auch eine Verbotene Stadt mit Palästen und Stadtmauer. Jedoch wurde der Status chinesische Hauptstadt der Stadt zum Verhängnis, als 1937 die Japaner im zweiten Chinesisch-Japanischen Krieg Nanjing belagerten und völlig zerstörten. Trauriges Überbleibsel Nanjings ist heute nur noch das Massaker von Nanjing.
Zur Schau gestellt in einem riesigen neuen Massaker Museum. Für alle kostenlos zugänglich und eindrucksvoll präsentiert. Für meinen Geschmack etwas zu brutal und abartig um Kinder in das Museum zu lassen - Aber es wurden Schulklassen durchgeführt, vorbei an Bildern mit abgeschlagenen Köpfen, aufgeschlitzten Körpern und vergewaltigten nackten Frauen…
Es war grauenvoll, was die Japaner in Najing angerichtet haben. Noch grauenvoller finde ich, dass weder Chinesen noch Japaner diese Gräueltaten überwunden haben und groß auf einander zugegangen sind. Ohne das leider fehlende letzte Kapitel in dem Museum der Versöhnung und Aufarbeitung, ist dieses Museum eher eine Art Patriotenschule und AntiJapan Schule.
Aufgearbeitet wurde das Engagement der Ausländer in Nanjing. Und vorneweg der für “heilig” gesprochene deutsche John Rabe. Wie das Leben so spielt, war der Mantel der NSDAP ein Schutz für zig Tausend Chinesen und Lichtfeuer im Ansehen der Deutschen in China.

Im letzten Teil des Museums wurden dann Interviews mit japanischen alten Männern vorgeführt, welche beim Nanjing Massaker aktiv dabei waren und nun eine Mischung aus Reue, Stolz, Mitleid, Einsicht und Uneinsicht zeigen. Man sieht jedenfalls, dass diese Ereignisse 3-4 Generation hinter uns liegen und mit der heutigen Welt eigentlich nichts mehr zu tun haben sollten. Aber es wurde nie gemeinsam aufgearbeitet, geschweige denn überwunden.
Dennoch, ein in seiner bizzaren Art interessantes Museum.

Danach ging es noch ins John Rabe Haus. Dem Haus, in dem der bei Bosch-Siemens angestellte deutsche John Rabe lange zeit lebte, bis ihm und all den anderen ausländischen Helfern der Schutz der chinesischen Zivilbevölkerung durch den Aufbau einer internationalen Schutzzone in den Schoß viel.
Sicherlich ein interessantes Schicksal , welches noch zu wenig gewürdigt wird. (zu mindest vor der Verfilmung von John Rabe).

Nanjing hat einen herrlichen See und einen größeren Berg. Da die Hitze unerträglich und die Sicht eher semi war, haben wir uns den ZhongShan mit der Grab von Sun-Yatsen gespart und sind einmal um und auf den See gelaufen.
Zu Abend ging es dann zum Goldnen Hans, einer Restaurantkette in China, welche versucht deutsches Essen zu imitieren, aber gründlich scheitert.
Chinesen im Dirndel und in Lederhosen bringen einem gegrilltes Fleisch und Fisch. Jedoch schmeckt keins davon auch nur annähernd würzig gegrillt. Wie jedes Fleisch in China schmeckt auch dieses unerträglich süß. Dazu gab es weder Kartoffelsalat noch Brot - nur ein chinesisches Buffette… Wenigstens war das Bier erträglich.

Zum krönenden Abschluss ging es dann in ein Spa (nichts imposantes, pompöses, nur eine Saune und ein Pool). Um 3 wollte man uns dann aber rausschmeißen und da unser Zug nach Shanghai erst um 8 ging verhandelten wir weitere 4 Stunden Schlaf aus und mussten die auch bezahlen. (75?anstatt der 48?)

Nanjing Massaker MuseumNanjing Massaker MuseumStadtmauer in NanjingSee in NanjingSee in NanjingSee in NanjingSee in NanjingSee in NanjingEine Bootsfahrt die ist lustig...Mauer in NanjingSee in Nanjing

Geschrieben von Johannes am 2. Juli 2009 | Abgelegt unter Reise in China | Keine Kommentare

Endlich Urlaub

Nach nun doch ganzen 5 Monaten habe ich mir etwas Urlaub genommen um mal eine Woche Auszeit von der GTZ zu nehmen.

Wie immer war auch dieses Mal wieder der Kauf von Zugtickets eine Fahrs und so konnten Thomas und ich nicht wie geplant in der Nacht zum 1.7. los, sondern sind einen Tag später erst los. Da ich aber schon Urlaub am 1.7. hatte begann somit mein Urlaub mit einem Tag in Beijing.

Da ich es noch nicht geschafft habe mir Mao wie er leibt und lebt anzuschauen, dachte ich mir, dass nun der richtige Moment gekommen sei. Ich bin also früh raus (Mao empfängt Besuch nur Vormittags) um mich in die Schlange der Wartenden einzureihen. Da es gerade gefühlte 40° waren und die Sonne unerträglich schien, dachte ich ich verzichte mal auf lange Hosen und festes Schuhwerk und besuche Mao in kurzen Hosen und Sandalen. Nun ja, das hatte Mao arg erzürnt und ich wurde abgewiesen. Mao empfängt jeden kostenlos, jedoch möchte er gerne wissen wer ihn besucht (ID muss dabei sein) und man solle gefälligst Socken tragen. Wahrscheinlich hat Mao angst vor großen Füßen…

Da dieses Vorhaben vereitelt wurde ging es mit Thomas noch einmal in den Nationalen Volkskongress, der sich weder an der fehlenden ID noch an meinem Schuhwerk erregte. Wie immer protzend beeindruckend. Diesmal war der Saal jedoch besser beleuchtet und man konnte sehen, wie herruntergekommen doch alles ist: Die Holzbänke zersplittert, das Parkett fehlerhaft, die Decke mit Wasserflecken und Farbfehlern, die Technik noch aus den 50ger Jahren, die Metallgeländer gerostet, der Teppich ausgelaufen, …usw.
Ganz ehrlich, für eine angehende Weltmacht nicht gerade das politische Prunkzentrum… da ist eine Generalrenovation von dringenden Nöten. Am besten gleich die Decke ab und etwas Licht hinein. Wenn man sich vorstellt in diesem Raum für 10.000 man ohne Fenster den ganzen Tag politische Grundsatzreden zu hören, dann kommt man doch ins Zweifeln, ob da überhaupt noch jemand zuhört…

Danach ging es noch in den belebtesten Hutong im Südwesten Beijings.
Da unser Zug erst gegen 23 Uhr abfuhr, trafen wir uns noch zu einer Currywurst in Schindlers Anlegestelle um und auf Urlaub einzustimmen. Dann ab in die 3.Etage des Schlafwagens und gen Nanjing.

Thomas vorm Nationalen VolkskongressNationaler VolkskongressIm KongressTongRenTang - größte und älteste TCM Apotheke in BeijingHutong im Südwesten BeijingsNord-Süd Achse gen SüdenNord-Süd Achse gen Norden

Geschrieben von Johannes am 1. Juli 2009 | Abgelegt unter Beijing, Reise in China | Keine Kommentare

Urlaub - Beijing-Nanjing-Suzhou-Shanghai-Hangzhou-Beijing

Bin ab morgen im Urlaub. Ich habe mir 4 Tage frei genommen um noch etwas zu reisen und ein wenig von China noch mitzunehmen.
So geht es morgen Abend mit Thomas per Nachtzug nach Nanjing, der ehemaligen Hauptstadt Chinas, welche vorallem durch das Massaker von Nanjing bekannt wurde (John Rabe)…
Danach geht es weiter nach Suzhou, einer kleinen Gartenstadt, die bekannt für ihre Gärten ist. Im Anschluss heißt es Freunde in Shanghai besuchen um mit ihnen noch nach Hangzhou (Kanton) zu fahren.
Am Dienstag sollten wir wieder zurück sein.

Bis dahin eine schöne Woche
J

Geschrieben von Johannes am 30. Juni 2009 | Abgelegt unter Reise in China | Keine Kommentare

Turpan Tag 2

Am nächsten Tag ging es dann viel zu früh raus. Ich hatte mich mit meinem Fahrer für um 8 verabredet ( was nach Xinjiang Zeit früh um 6 bedeutet). Der meinte, dass es besser sei früh los zu fahren, da die Mittagssonne unerträglich sei. Womit er auch recht behielt.
So ging es dann erst einmal in eine lange Schlange zu Tankstelle… (in der er auch ohne mich hätte stehen können und ich 45minuten länger schlafen hätte können…aber naja) … erst anstehen, dann musste ich aussteigen, da nur der Fahrer auf das Geländer Tankstelle darf und dann im Schatten mit all den Anderen warten bis das Auto vollgetankt ist.
Von dort ging es erst einmal auf einen kleinen Markt um gebackene Teigtaschen zu kaufen um mit einem uigurischen Frühstück in den Tag zu starten. Kaobaozi - das sind im Lehmofen gebackene Teigtaschen, gefüllt mit Lamm und Zwiebeln… beides nicht gerade meine Lieblingsspeisen, aber es war ok.

Auf dem Programm standen für den Tag: Flammende Felsen, die Buddhastatuen von Bezlik, ein Wüstendorf und der heißeste Punkt der Welt…

Nach etwa einer Stunde gelangten wir in das Wüstendorf, welches sich in einen Bergthal versteckt hat um der Sonne und den Winden geschützt zu sein. Für 50RMB konnte ich dann in alle Gassen gehen und mit die Häuser von Nahem betrachten… Ich kam mir dabei vor, als wenn man ein kleines Dorf in Deutschland mit einem Zaun umgibt und dann lauter Ausländer für Geld hinein lässt, die sich dann die Ställe und Bauernhöfe anschauen, währen Meier und Müller ganz normal darin wohnen…

Danach ging es in ein Tal in dem in Höhlen Statuen und Gemälde von tausend Buddhas angebracht waren. Nur leider haben diese ein Deutscher und ein Brite um 1900 außer Land geschafft und sind nun in Berlin und in London zu bestaunen… wie mir ein Schild verriet.
Mittlerweile stand die Mittagssonne auch schon im Zenit und so haben wir uns den Stop am Termometer gespart um nicht gebraten zu werden. Aber aus dem Auto mit Fahrtwind im Gesicht war der wärmste Punkt der Erde dann doch erträglich und die Flammenden Berge auch recht interessant zu betrachten.

Geschrieben von Johannes am 24. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare

Turpan - JiaoHe - das chinesische Pompeji

gleich am ersten Tag ging es dann noch in vollster Sonne zu der wohl bedeutendsten archäologischen Fundstätte. Zwischen 2 Flüssen erhob sich mir eine Stadtruine aus Zeiten der Seidenstraße.
Jiaohe war geschützt durch die Insel-Lage und die steilen Klippen ein Hort der Zivilisation mitten in der Wüste. Und noch heute kann man die Bedeutung der Stadt in den riesigen Anlagen erkennen. Ein großer Tempel steht noch und auch ein großes Verwaltungsgebäude. Sonst schländert man durch die erodierten Stadtvirtel und Straßen. Nur eenn die Sonne nicht wäre….

Die verlassenen Straßenzüge und die verfallenen Häuser erinnerten mich an Pompeji. Und auch wenn JiaoHe nicht von einem Vulkan vergraben war, so wurde es von einem Brand im 13. Jh und dem natürlichen lauf der Wüste verschüttet und blieb so erhalten.

Geschrieben von Johannes am 21. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare

Wein in Turpan

Turpan ist ein riesiges Wein-Anbaugebiet. Überall erstrecken sich Weinfelder, welche Kernlosen Wein tragen und wohl die Trauben mit dem höchsten Zuckergehalt besitzen.
Im Herbst wird der Wein in die ganze Welt exportiert und ein Großteil in Lagerhäusern getrocknet und zu Rosinen verarbeitet. So gibt es überall in Turpan Stände mit einer riesigen Auswahl an den verschiedensten Weintraubensorten.

Neben Wein wird auch noch Baumwolle angebaut.

Geschrieben von Johannes am 20. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare

Turpan - Tulufan, XinJiang

Nach 3 Tagen Urumqi mit ExpertenWorkshops bein NDRC und MofCom ging es am Freitag auf eigene Faust für 3 Tage auf Entdeckungstour durch XinJiang.
Da unsere Experten am Freitag wieder gen Beijing flogen und dort keine weitere größere Veranstaltung geplant war, konnte ich mir Freitag frei nehmen und meinen Rückflug auf Sonntagabend verlegen. Mir blieben also 3 Tage für ein Land, welches bestimmt 5x so groß wie Deutschland ist. Ich musste daher auch mit schrecken feststellen, dass mein eigentliche Ziel, die Metropole an der Seidenstraße - Kaschgar- nicht in meiner Reichweite lag. Ein Bus oder Zug braucht genau 24h und diese 2 Tage für hin und zurück wollte ich mir nicht leisten. Auch wenn es quer durch die Wüste gegangen wäre…
So viel meine Wahl auf Turpan (TuLuFan) einer Oase etwa 3h südlich von Urumqi.
Turpan liegt in der Turfan-Senke, der nach dem Toten Meer zweit tiefste Senke der Welt. Und es ist kaum zu glauben, da rings um das Tal Gebirgsketten des TianShang liegen, welche mit seinen bis zu 3.000m Gipfeln die Oase in der Wüste erst möglich machen.
Turfan ist laut Reiseführer der heißeste Ort der Welt, mit einer Rekordtemperatur von 49,6°C.
Und es war auch erdrückend heiß mit 38°.
Aber dank der vielen Bäume und der trockenen Luft war alles erträglich.

So kam ich am Mittag in Turpan an und bin ins Turpan Hotel eingechekt. Dort wurde mir gleich eine Tour angedreht, bei der ich nach Verhandeln eine 2 Tagestour für 380RMB rausschlagen konnte. Ob dies preislich Ok ist müssen mir andere kommentieren…
Jedenfalls ging es gleich am ersten Tag mit vollem Programm los.
Zuerst ging ich der Grund der grünen Oase auf den Grund. Denn die Oase ist nicht natürlich, sondern von Menschenhand erzeugt. Turpan ist bekannt für sein Karez-Bewässerungssystem.
Schon vor etwa 2.000 Jahren begannen die Einwohner des Turfanbeckens Tunnel in die Berge des TianShan zu graben um unterirdisch das Schmelzwasser der Schneegipfel in die etwa 10km entfernte Oase zu leiten. Diese mühselige Arbeit wurde von Generation zu Generation weitergegeben und gepflegt, so dass in Turfan selbst nun über 200 Karez lebensspendendes Wasser nach Turpan leiten und eine Stadt mit 250.000 Einwohnern mit Wasser versorgen.

Alle 20m gibt es einen Schacht, durch den Schutt abtransportiert wird und Zugang gewährt wird.
Am Ende eines Karez fließt das das ganze Jahr über gleich warme/kühle Wasser dann in ein ausgeklügeltes Kanalsystem um das eigentlich Unmögliche wahr werden zu lassen…

Geschrieben von Johannes am 20. Mai 2009 | Abgelegt unter Reise in China, Xinjiang | Keine Kommentare

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