Tibet

Hier ein Reisebericht über meine Reise nach Tibet. Ich bin mit einer kleinen zusammengewürfelten Gruppe von insgesammt 8 man für 10 Tage mit dem Zug nach Tibet, Lhasa gefahren und dort dann mit einem tibetischen Reiseführer in den Westen Tibets nach Shigatse und in den Osten Tibets nach LinZhi. Zurück bin ich am 6.10. geflogen.


Diese Seite wird erst noch erstellt und bearbeitet! Mit der Zeit will ich das noch nachholen…
Hier aber erstmal ein paar Bilder …

Zugimpressionen
Auf dem tibetischen Plateau
Lhasa
Jokhang Tempel
Der Potala Palast
Nach Westen
Shigatse
Zwischenstopp in Lhasa
Schwarzmakrt
LinZhi
Über den Wolken

Zugimpressionen

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Am Samstagabend den 29.9.2008 ging es von Beijing aus los auf das Dach der Welt. Die Zugtickets wurden uns erst am Bahnhof gegeben und so wussten wir bis dahin nicht, in welcher Klasse wir schlafen würden.
Es wurde die Holzklasse: mit 2×3 Betten pro Abteil, keinem eigenen Licht, keiner Tür und auch keinem Vorhang. Ich hatte zum Glück das mittlere Bett erwischt, da auf dem unteren Bett immer alle 6man saßen und aßen. Und das oberste Bett direkt unter der Klimaanlage lag.
Um 10:00 ging überall das Licht aus, nur eine kleine Notbeleuchtung auf dem Gang ging noch.
In meinem Abteil war ich der einzige Ausländer und auch in unserem Waggon waren wir 8 man die einzigen “nicht Chinesen”. Alle waren sehr interessiert an uns und bestaunten uns wie Affen im Zoo. Mit einigen Chinesen kam man aber auch leicht ins Gespräch und konnte sich sogar auf chinesisch weitestgehens verständigen. So traf ich den Sänger der chinesischen Band “??VC” [Guo Wei V C - Vitamin C], welcher mir gleich etwas über die Musikszene in Beijing erzählen und mir ein paar Bands und Bars empfehlen konnte.

Die Züge sind moderner als die in Russland. Man hat mehr Platz und sie sind auf viel mehr Leute ausgelegt. Besser sind sie meiner Meinung nach jedoch nicht umbedingt. Gerade dieses schöne Zug-Geratter kam hier nicht auf, man hat kaum gehört, dass der Zug fuhr. Die Hygiene bliebt wie überall auf der Strecke: Chinesen spucken - überall hin- , die Toiletten sind ein Graus- wie überall-, alles klebt und stinkt nach chinesischem Essen - wie überall-.
Aber wenn man sich daran erst einmal gewöhnt hat, dann wird man mit einer herrlichen Landschaft entlohnt.

schön wärs... es wurde überall gespuckt!keine Türen keine Vorhängemehr Platz als im TranssibWaschbeckenohne WorteBehinderten Klokeine Babuschkas, die Leckerein verkauften, dafür überall der gleiche Stand mit den gleichen SachenIch war Fotomodell für bestimmt 20manfalls die Luft mal knapp wirdDie Sitzklassetäglich Brotda hat einer keinen langen Athem

Mein Schlafplatz hat mich für 48h Zugfahrt ¥789 ( etwa 80€ ) gekostet. Es gab aber auch noch die Sitzklasse, welche dem entsprechend noch billiger ist.
Es gibt eine chinesische Toilette ( welche dann später defekt war…) und eine Behinderten-Toilette. Außerdem heißes Wasser und 3 Waschbecken.
Es gab einen Speisewagen, welcher immer überfüllt war und ab und zu nur für das Personal zugänglich war.


Zugfahrt auf dem Tibetischenplateau

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Wir sind am ersten Tag von Beijing über Xi’An nach XiNing gefahren mit nicht all zu spannender Landschaft: Berge mit Reisterrassen.
Am 2. Tag sind wir dann die richtige Tibet-Strecke gefahren, welche eigentlich: QingHai-Xizang-Bahn heißt ( da sie von der Provinz Qinghai in die Provinz Xizang fährt -[xizang=tibet] ). Sie ist mit einem Scheitelpunkt von über 5.000m die höchste Bahn der Erde.
Lieder fährt man die größten Höhenunterschiede bei Nacht, so dass einem die fahrt von 1.000m auf 4.000m verwehrt blieb. Dafür war die Aussicht am 2.Tag jedoch atemberaubend und man musste den ganzen Tag am Fenster sitzten und Landschaft schauen… und natürlich viel zu viele Photos machen, die hinterher alle gleich aussehen…

Während der Zugfahrt kam dann auch die Höhenkrankheit. Man fühlt sich schlapp und hatte Athemnot. Ein wenig wie in der Sauna, wenn man nach Athem schnappt. So muss man eigentlich nur alles etwas langsamer angehen. Am stärksten habe ich es beim trinken gemerkt, wenn einem zwischendurch einfach die Luft fehlt. Aber dagegen gibt es an jedem Bett und überall im Zug Sauerstoff-Ventile, die automatisch Sauerstoff freilassen und man kann sich vom Zugpersonal Sauerstoffmasken geben lassen, die man dann einfach ins Ventil dreht und Sauerstoff tankt. Das haben aber nur sehr wenige gebraucht.
Im Zusammenhang mit dem geringen Sauerstoff gingen dann auch leichte Kopfschmerzen einher. Aber nichts was man nicht verkraften könnte.
Eine interessante Erfahrung, aber nichts was einem von Tibet abhalten sollte.

1.Tag zwischen Beijing und Xi'An1.Tag Reisterrassennach Xi'AnSonnenaufgang auf 4500m auf dem TibetPlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet PlateauTibet Plateau

Die Tibet-Bahn ist nicht nur die höchste Zugstrecke der Welt, sie hat auch den höchsten Bahnhof der Welt und den höchsten Tunnel der Welt.

Hier ein paar interessante Links:
Wikipedia:
Lhasa-Bahn

Youtube:
The World’s Highest Railway - Qinghai-Tibet Railway (1of5)
The World’s Highest Railway - Qinghai-Tibet Railway (2of5)
The World’s Highest Railway - Qinghai-Tibet Railway (3of5)
The World’s Highest Railway - Qinghai-Tibet Railway (4of5)
The World’s Highest Railway - Qinghai-Tibet Railway (5of5)


Lhasa

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Am Montag dem 1.Oktober 2008 um 20:33 sind wir in Lhasa angekommen. Von unserem tibetischen Reiseführer wurden wir auf tibetische Weise begrüßt: uns wurde ein weißes Tuch um den Hals gelegt!
Wir hatten einen tibetischen Reiseleiter, der gebrochenes Englisch sprach, und einen chineischen Busfahrer. Unser Reiseleiter war, wie sich später herrausstellte, 12Jahre lang Mönch ( von 17-29 ), nun verheiratet und arbeitet als Reiseleiter. Interessant fand ich, dass seine Miete ¥200 im Monat kostet und er an uns 8man insgesammt ¥1200 verdient für 10 Tage…
Ein immer freundlicher und verständnissvoller Buddhist, der es nicht immer leicht hatte mit unseren sehr unterschiedlichen Charaktären und Wünschen.

Dann ging es ab in den Bus und ins 3*** Hotel. 3***chinesische Sterne sind jedoch nicht gleich zu setzten mit 3 europäischen Sternen… auch wenn die Zimmer eigenes Bad & TV hatten. Die Betten waren zwar gemacht, jedoch nicht gewechselt: da fanden sich Schweißringe vom Vorgänger, schwarze Haare und sogar noch Unterwäsche vom Vorman. Da auch das warme Wasser nicht ging wurde doch Einsicht gezeigt und ich konnte das Zimmer wechseln. ( dort war es genau so, nur dass das Wasser warm war).
Am nächsten Morgen stand das Zentrum Lhasa´s auf dem Programm:

Begrüßung auf tibetisch, mit weißem TuchLhasaPkatz vor dem JokhangJokhang mit Gebetspfählen und AltärenMilitärpräsenz überallEinkaufspassage und Pilgerweg zugleichEinkaufspassage und Pilgerweg zugleichEinkaufspassage und Pilgerweg zugleichEinkaufspassage und Pilgerweg zugleichMilitär an jeder StraßeDachtoiletteToilette mit Ausblick...und alles gute kommt von obenPatrullien unterwegsNachtapell um 9:00

Der JokhangTempel

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der Jokhang Tempel
Ein tibetisches Heiligtum voll mit zig Buddhas und Chinesen. Außen verläuft die Altstadt um den Tempel und der alte Pilgerweg um den Tempel ist Heute eine riesige Schnickschnack Einkaufsstraße. Jedoch wird sie dennoch eifrig von vielen Tibetern zum Pilgern genutzt. So bewegt sich eine unendliche Schlange von Tibetern mit Gebetsmühlen durch die Gasse von Gebetspfhal zu Gebetspfahl. Zwischendurch stehen immerwieder kleine Altäre in denen Kräuter verbrannt werden, was die Straße in mühstischen Nebel setzt.
Dies ist das Zentrum Lhasas in dem auch viele Tibeter wohnen. So habe ich vorallem Tibeter gesehen und nur vereinzelt Chinesen, auch wenn mir versichert wurde, dass viele Chinesen außerhalb wohnen in ihren eigenen Vierteln.
Militär steht überall oder patrulliert in den Straßen- natürlich bewaffnet mit Maschienenpistolen, Schilden und Schlagstock. Auf den Dächern konnte man eingie Gewehre sehen und natürlich Cameras.
All in allem ein beängstigendes Bild, zumal es für mich ja das erste mal ist aktive Militärpräsenz im zivilen Leben zu sehen.
Mir wurde gesagt, dass auch Tibeter der Armee beitreten können und dieses auch tun. Auf den Straßen Lhasa´s habe ich aber nur Chinesen in Uniform gesehen… vielleicht sind die Tibeter ja auf dem Land stationiert.

JokhangPilger umzirkeln den JokhangPilgerPilgrim poleRäucherAltarunsere Truppe

Nach dem Jokhang Tempel ging es zum Potala-Palast.

Der Potala-Palast

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Der Potala-Palast

Auch für den Potalapalast braucht man einen Termin und bestimmte Papiere mit vielen roten Stempeln um überhaupt hinein zu kommen. Alleine am Eingang um Einlass zu bitten geht nich! Es ist nur mit Reiseführer und mit Passierschein möglich (Touristpermission).
13:00 Uhr hatten wir unseren Einlass und so haben wir uns nach Pass~ & Gepäckkontrolle die zig Stufen hinauf zum Potala geschleppt. Der Aufstieg war dann doch etwas anstrengend und die Luft wurde knapp. Da wir nur eine Stunde Aufenthalt im Potala selbst hatten, wurden wir auch gedrängt uns zu beeilen. Oben angekommen wurden wir mit einem herrlichen Blick über das Lhasa-Thal belohnt.
Dann ging es hinein- so ziemlich in den obersten Stock des Potalas: zuerst die Gemächer des 14.Dalailamas - alles sehr dunkel und klein gehalten, jedoch wie überall voll mit Gold, Weihrauch, Buddhas und Thangkas( tibetischen Teppichmalereien). Danach ging es auf dem Dach weiter richtung Mitte. Der Potala ist ein einzig großes Grab mit lauter kleinen Tempeln in denen sogenannte Stupas stehen. Stupas sind so etwas wie Altäre in denen Haare, Schmuck & Gebeine von den verstorbenen Dalai Lamas, Panchenlamas und Lamas aufbewahrt werden. So gibt es im Potala die Stupas vom 7.,8. & 9.,13. Dalai Lama. All in allem faszinierend, jedoch wie mit all den Palästen: von allem viel zu viel.
Interessant war, dass die Mönche im Potala nicht ihre rote Tracht tragen dürfen! Ihre Anzahl ist auch auf eine überschauliche Zahl von unter 50 gehalten.
In den Hallen und Gängen kontrollieren unbewaffnete Militärs.
Feuerzeuge und explodierende Dosen wurden uns am Eingang abgenommen ( um Brandstifftung zu verhindern). Jedoch brennt in jedem Zimmer mindestens eine Schale mit Yak-Butter.
Wir wurden dann auch innerhalb einer Stunde durch den Palast geschleust, auch wenn wir uns mehr Zeit ließen als die chinesischen Gruppen, die an uns vorbei zogen.
Unser tibetischer Guide konnte uns so einiges über all die Statuen sagen… auch wenn ich schon ab dem ersten Buddha nicht mehr so ganz zugehört habe wofür der nun gut ist. Das ist so eine Sache mit den Buddhas… da gibt es aber und aber tausende von, jeder hat einen eigenen Namen und eine bestimmte Funktion- Und doch sind sie alle Buddha.
Auf jedenfall kannte unser Reiseführer eine Menge Buddhas und wusste über deren Geschichte…

Potala by nightPotala...der Aufstieg raubt einem den AtemBlick über LhasaBlick über LhasaDie gemächer des DalaiLamas im 5.StockDie Toi im PotBlick über LhasaPrayerflags

All in allem ein tolles Erlebnis mal im höchsten Palast der Welt zu stehen.

Nach Westen

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Am nächsten Tag ging es in Richtung Westen zum best erhaltensten Kloster Shigatse.
Auf dem Weg dahin sind wir über einen Bergpass mit 5000m gefahren, was mit unserem Busfahrer, gefühlten 100kmh und 180° Kurven mit tiefen Abhängen zu einem Überlebenskampf wurde. Dafür wurden wir mit einer herrlichen Sicht auf dem Pass belohnt.

5000mich 5000m

Shigatse

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Auf dem Weg nach Shigatse haben wir noch kurz einen Zwischenstopp Gyantse gemacht, einem kleinen Kloster welches von außen hui und von innen pfui aussehen soll… also haben wir uns das innere gespart und es nur von außen betrachtet ( auch weil der Eintritt wohl nicht im Programm vorgesehen war…???).
Danach ging es nach Shigatse: Ins “Tashilhunpo Kloster”- eine atemberaubende und riesige Klosteranlage mit vielen Mönchen. Endlich bekam ma mal das tibetische Rot zu gesicht und hatte etwas Einblick ins Mönchsleben.
Auch hier waren die Prachtbauten wieder Gräber. Diesmal von den PanchenLamas 10,4,5,6,7,8,9…
Zu unsrem Glück fand gerade ein einmaliges Fest statt. Im Klostergarten führten die Mönche traditionelle Tänze aus und ganz Shigatse war versammelt. Auf den Straßen war Volksfeststimmung. Ich bin dem Trubel jedoch entkommen und habe mich auf einem Pilgerweg um das Kloster auf dem anliegenden Berg mit tollem Überblick abgesetzt.

Gyantse Kloster auf dem Weg nach ShigatseGyantzeGyantzeGyantzeGyantzeMönche in Shigatse im Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo KlosterStupas im Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo KlosterTanzfestival im Tashilhunpo KlosterFestival im Tashilhunpo Klostertibetische Masken und Tänzeim Tashilhunpo Klostertibetische Musik im Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo KlosterVolksksfest im Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo KlosterPilgerweg um das Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo Klosterim Tashilhunpo KlosterWasserkocher mit SonnenenergiePilgerweg über ShigatsePilgerweg / GebtsmühlenBlick über ShigatseVolksfest mit MilitärKartoffelchipsShigatseShigatse

Zwischenstopp in Lhasa

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Um nach Osten zu gelangen mussten wir wieder durch Lhasa. Auch um 2 Mitreisende wieder zum Flughafen zu bringen. Dort hatten wir dann einen unfreiwilligen freien Tag, welchen wir nutzen um uns noch etwas Lhasa an zu schauen. So stand der Sommerpalast des 14. Dalailamas auf dem Programm

Sommerpalast
Er liegt nur 2km vom Potala entfernt und ist eine große Grünanlage mit ein paar wenigen Häusern drauf ( Paläste würde ich das nicht nennen). Für den krassen Eintritt von ¥70 ( die Verbotene Stadt in Beijing kostet nur ¥60) bekam man ernüchternd wenig zu sehen. Alles zerfallen, der Park nicht gepflegt, die Häuser schäbig. Das Highlight war der vom 14.Dalailama gebaute “Palast” mit seinen privat gemächern. Dort hat er jedoch auch nur 3 Jahre leben können. Hier wurde die Geschichte Tibets gewendet. Von hier sind die Aufstände 1959 losgebrochen und von hier ist der DalaiLama nach Nepal,Indien geflüchtet.

Danach ging es zum 3. größten Kloster Tibets, dem SERA Kloster im Norden Lhasas. Auch interessant, da es dort einen “Debating Court” gibt, in dem eigentlich Mönche in buddhistischer Tradition mit Klatschen und Schreien sich gegenseitig überzeugen sollten. Leider fand dieses Spektakel auf Grund der Nationalen Feiertagswoche nicht statt.
Also wieder zurück Downtown und etwas durch Lhasa geschlendert. Bin dort ins Muslimische Viertel geraten, was auf einmal eine ganz andere Welt darstellte: die Straßen waren sauber, die Häuser saniert, nicht so viel Lärm auf der Straße und die Leute trugen alle weiße Kappen.

Schwarzmarkt

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In Tibet gibt es eine Menge zu kaufen, vorallem Schmuck. Sicher ist alles Made in China und daher sehr sehr billig. Jedoch muss man dafür feilschen und das nimmt wieder unmengen an Zeit in Anspruch… Ich habe hier immer gleich 100% vom Erstpreis abgezogen. Manchmal hat es geklappt, manchmal nicht.
Übers Ohr gelegt wurde ich auch wieder eingige male… wie z.B. bei einer 2Gb CompactFlash Foto Speicherkarte, welche ich unbedingt brauchte und glatt den 3fachen Preis dafür bezahlen musste…arg.

In Tibet gibt es jedoch auch ganz Bestimmten Schmuck, der so wohl einmalig ist auf der Welt.
Die Rede ist vom “dZi

Es ist ein faszinierender Stein, der durch seine Muster besticht und durch seine Geschichte bezaubert.
Der Stein ist aus Achat, hat aber ein Muster, welches so sicher nicht in der Natur vorkommt. Sie sind uralt, manche über 2500 Jahre und wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Das spannende daran ist, dass bis heute keiner sagen kann, wie die Muster vor 1000 bis 2500 Jahren in diese Steine gekommen sind. Heute ist es mit Lasertechnik kein Problem mehr Replicate mit gewünschten Mustern herzustellen. Die Frage ist nur, wie die Muster in die tausend Jahre alten dZi gelangt ist.
Darum ranken sich so einige Mythen und Geschichten… die Götter haben die Steine auf die Erde gebracht, es sind versteinerte Tiere, Mönche verwandeln sich in dZi…
Je spezieller das Muster, so bizzarrer die Funktion und auch der Wert.

Für einen Orginal dZi muss man auf dem Schwarzmakrt schon ¥10.000 bis ¥80.000 hinlegen.
Es gibt jedoch auch unzählige neue Replicate Made in Taiwan an allen Ständen zu kaufen. Und auch wenn dort versucht wird diese als alte zu verkaufen, sind diese nur bedingt viel wert. Diese kosten dann bis zu ¥2.000… was dann jedoch sicher auch vom Feilschen abhängt…
Die alten Orginale bekommt man vorallem auf dem Schwarzmakrt zu sehen.
Ob man den Leuten dort dann trauene kann bleibt auch noch die Frage!
Aufjedenfall ist es ein tolles Erlebnis mal eine Kette mit lauter alten teuren dZi und Korallen um den Halz zu tragen ( in der Summe wohl 1Mio€ wert ) …?…

Diese dZi sind mit hier das erste mal vor die Augen getreten. Mir wurde aber erzählt, dass man dafür in Europa glatt das 10fache bezahlt… Da kribbelt es natürlich in den Fingern.
Werde nun also mit offenen Augen die Schmuckläden in Europa befragen, ob sie dZi haben und interessiert wären an welchen… denn so könnte man sich ja locker eine Tibetreise finanzieren….
Wenn denn später mal das Budget stimmt ;)

Mich haben die dZi alle mal fasziniert und begeistert. Ich bin im dZi Zauber.

LinZhi

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Den Tag drauf ging es dann nur noch zu 5. richtung Osten nach LinZhi. eine 10 stündige Fahrt durch nicht all zu atemberaubende Landschaft.
Dort angekommen gabe es einen 2500 Jahre alten ZypressenBaum zu sehen ( da gibts keine Bilder, da ich die Kamera im Bus liegen hab lassen… Asche auf mein haupt)
Danach ins Hotel und wieder früh um 6 raus um diesmal 12h zurück zu fahren ( da wir einen 2h Zwischenstopp am Drakum-Tso See machten)

Drakum-Tso See

Ein schön gelegener See mit grün-blauem Wasser, einer Insel und 6.000m hohen Bergen.
Auf der Insel gibt es einen kleinen Tempel mit 3 Mönchen. Uns wurde Buttertee angeboten und wir wurden Gastfreundschaftlich bewirtet. Leider klappte unser Gespräch nicht ganz so gut, da der Mönch auch kein chinesisch Sprach und unser reiseleiter gerade verschwunden war…
Wir sind dort bei Sonnenaufgang angekommen, also noch vor all den Chinesischen Reisegruppen und Souvenir Ständen. Somit hatten wir ein tolles ruhiges und andächtiges Erlebnis im Tempel und auf der Insel.

Draksum-TsoDraksum-TsoDraksum-Tso See mit Insel und TempelDraksum-TsoDraksum-Tso SeeDraksum-Tso SeeDraksum-Tso SeeDraksum-Tso SeeDraksum-Tso SeeDraksum-Tso SeeDraksum-Tso Tempel mit 3 MönchenDraksum-Tso SeeDraksum-Tso TempelDraksum-Tso GebetsMühleDraksum-Tso GebetsmühleDraksum-Tso TempelDraksum-Tso TempelEngland,Italien und unser tibetischer ReiseleiterIch mit MönchIch mit Möch bei ButterteeDraksum-Tso TempelDraksum-Tso SeeDraksum-Tso SeeDraksum-Tso SeeDraksum-Tso SeeDraksum-Tso SeeDraksum-Tso See

Danach ging es wieder nach Lhasa und am nächsten Nachmittag zurück mit dem Flieger

Über den Wolken

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Von Lhasa sind es noch 50km bis zum Flughafen. Mit dem Taxi also eine Stunden. Wie wir aus Lhasa raus fahren schaue ich Dödel auf das Amaturenbrett: Dort liegt die Benzinanzeige schon unter dem roten Strich und des Tank-Lämpchen blinkt wie wild… da war das Bangen groß! Normaler Weise hat man ab diesem Moment noch etwa 50km im Tank, somit bestand noch Hoffnung!Zumal es sich um einen VW handelte und ich große Hoffnung in sie deutsche Ingenieursleistung steckte… Mit Szenarien im Kopf wo man mitten in der Pampa ein neues Taxi her bekommen könnte oder wieviel wohl ein Pferd kosten würde, fuhren wir weiter. Plötzlich begann auch noch das linke Vorderrad ein unangenehmes Geräusch von sich zu geben. Nun kam das Szenario dazu: was wenn der Reifen platz und wir scharf nach links abdrehen in den eiskalten Fluss…
Nach einem langen Tunnel, etwa 7km vor dem Flughafen ( der war schon in Sicht) passierte dann das unausweichliche: Der Reifen platze und der Motor blockierte. Wir waren gestrandet.
Zum Glück mussten wir nur knappe 5 min unsere Daumen zeigen und wir wurden von 2 Chinesen mitgenommen. Ende Gut alles Gut. Trotzdem eine Taxifahrt, die ich nicht vergessen werde.

PS: ich werde wohl nie wieder in ein Taxi steigen, bevor ich nicht die Benzinanzeige kontrolliert habe..

Geflogen bin ich über ChengDu. 15:55 sind wir abgehoben und 16:32 gab es in der Nähe Lhasas ein Erdbeben der Stufe 6.6 . Es soll wohl ein ganzes Dorf verschütt gegangen sein. Ich habe davon in der Luft jedoch nichts mitbekommen.
Leider war es an diesem Montag das erstemal Bewölkt und so blieb mir eine schöne Sicht über den Himalaya verwehrt. Dafür wurde ich am Abend mit einem herrlich beleuchtetem China verwöhnt.
Beijinjg bei Nach aus 1000m? Höhe ist auch mal ein Erlebnis!
Leider ist keins der Bilder etwas geworden. Ich empfehle daher jedem selbst mal bei Nacht zu fliegen!

Johannes 9. Oktober 2008 6 Kommentare Trackback URI Comments RSS

6 Kommentare zu “Tibet”

  1. schikosam 11. Oktober 2008 um 18:29 Link zum Kommentar

    HAnnes!!! DAs ist ja wirklich atemberaubend!!! DAs FArbenspiel, die Landschaften - komisch - eine unbeschreibliche Sehnsucht kommt da in mir auf. Es ist wohl die Sehnsucht nach Ruhe und Einssein mit Mutter Natur… richtig wohltuend die Wirkung der Fotos, auf denen keine Spuren menschlicher Zivilisation zu sehen sind… und “Hut ab” wiederum vor den Bauleistungen, seien es Straßen, sei es die Bahnlinie, seien es die Paläste.. und markante Gesichter hast du für uns gebannt.. wie wunderschön!!! Hoffentlich hast du Zeit auch alles zu verarbeiten, denn der Alltag mit STudium, HA, blog-Bearbeitung frisst ja auch Zeit und Muße… Ich merk es, wenn ich nur lese und schaue, was du so erlebst, dass es abendefüllend ist.. (heut ja: Abende füllend) Man hat dir das Schappen nach Luft (h) förmlich abgenommen beim Wort: At-h-emberaubend :)) aber irgendwann warst du angepasst. Wo arbeitest du am blog, wenn du kein internet hast??? An der Uni sicher.
    Die Großeltern und Annelie kommen heut und sind schon ganz aufgeregt ob meiner Ankündigung deiner BIlder und Berichte!!! Bleib behütet und gesund bzw. gesunde vollends! Deine “Mitreisenden”

  2. schikosam 12. Oktober 2008 um 05:50 Link zum Kommentar

    Ich muss die Bilder immer wieder sehen.. krieg gar nicht genug, mein Pulsschlag erhöht sich von ganz allein… die Farbgebung, das Spiegeln, die Erosionsformen… wie schön könnt alles sein, wenn der Mensch nur staunen würde und nicht zerstören… aber er sucht ja auch nach Gott - im Tibet anders als hier - schade, dass er sich meist selbst im Wege ist. Bleib du auch auf der Suche.

  3. schikosam 13. Oktober 2008 um 00:35 Link zum Kommentar

    Wahnsinn
    Pa

  4. Heikeam 15. Oktober 2008 um 20:23 Link zum Kommentar

    Johannes, ich bin auch ganz begeistert. Der Hut steht dir übrigens gut. Wozu sind immer diese farbigen Girlanden aufgehängt, also nicht die am Tempel sondern am See? Und dann gibt es auch Foto`s von Zelten (oder Tippis) aus diesen Fähnchen. Erstaunlich sind diese klaren Farben. Wovon leben die Tibeter?
    Landwirtschaft wird sicher in dieser Höhe nur im begrenztem Umfang möglich sein.
    Bleib aufmerksam
    Heike

  5. Johannesam 19. Oktober 2008 um 12:20 Link zum Kommentar

    Also die Fahnen/Girlanden auf dem Bergpass sind “Gebete”. Meist wohl für eine gute Reise oder “good fortune”. Dort oben auf dem Pass gibt es Händler, die die Fahnen verkaufen (arg billig), dazu auch noch buntes Papiergeld. Diese Fahnen werden dann von den Tibetern irgendwo angebracht und mit der Zeit sind es dann so viele, dass es auch mal nach einem Zelt aussehen kann. Das Papiergeld wird übrigens in die Luft geschmissen und vom Winde in alle Richtungen geweht. Das soll wohl die Geister gut stimmen.

    In Tibet lebt man jetzt vor allem vom Tourismus. Überall sind Busse voller Chinesen und ein paar Europäer. Auf dem Land jedoch wird viel Landwirtschaft betrieben.
    Ich war auch erstaunt, wie viel Feldfläche zur Verfügung steht. aber in jedem Tal wird Getreide angebaut. Überall laufen Kühe und Schweine herum. Also auf dem Land herrscht rege Landwirtschaft.

    Möglich ist dies vorallem, da es in Tibet überall Wasser gibt. In jedem Tal fließt ein Fluss und spendet Wasser. Da es ein von Bergen geschütztes Plateau ist, gibt es auch nur wenig Wind und viel Sonne. Sprich es ist auch sehr warm im Sommer.
    All in allem wohl “ideale” Bedingungen für Landwirtschaft. Zu mindest besser als ich dachte.
    Betrieben wird die Landwirtschaft vorallem von Hand! Traktoren oder schweres Gerät habe ich nicht gesehen.

    Bäume waren sehr wenige zu sehen und nur in den tieferen Tälern richtung LinZhi.

  6. Jimuremenam 21. März 2009 um 03:48 Link zum Kommentar

    Was ist das?

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