Mauer

31.12.2008 - Silvester an der Großen Mauer

31.12.2008 Heute ging es früh zu neunt mit einem Kleinbus in den Norden Beijings an den Mauerabschnitt Simatai. Dort hatten wir Zimmer in der Jugendherberge bestellt, um Neujahr an der Großen Mauer zu verbringen. Nach kurzem einchecken und Mittag ging es dann gemeinsam auf die Mauer. Die Mauer liegt auf einem hohen Bergkamm und ist arg steil. Wir haben uns dann doch auf die Seilbahn geeinigt, die uns zu mindest bis auf halbe Strecke brachte. Von dort aus ging es dann noch einmal steil am Berg entlang um dann schon völlig erschöpft auf die Mauer zu gelangen. Auf dem Weg dahin hat auch jeder von uns einen Reisebegleiter abbekommen, der dann immer 2 Schritte hinter einem Postkarten, Bücher oder TShirts loswerden wollte. Nervendes Volk, dass sich einfach nicht abschütteln lies. Rückblickend muss man sagen, dass wir einfach zu nett waren und die zu frech. Wahrscheinlich muss man diese Leute einfach harsch anfahren und „die Mauer wieder runter schupsen“, um seine Ruhe zu haben. Nach sicher 30 min und kurzem Tacheles reden hatten wir unsere dann zurück gelassen, jedoch wartete sie nur darauf, dass wir wieder zurückkommen. Dieser Mauerabschnitt ist einfach atemberaubend und spektakulär. Direkt auf dem Kamm eines Berges geht es rechts und links steil bergab. Die Mauer ist in gutem Schuss und doch abenteuerlich zu besteigen. Nach etwa 2km hört sie dann auf und verfällt. Auf einem kleinen Plateau haben wir alle gemeinsam die Mauer genossen und chinesischen HackySack gespielt. Mit einer tiefroten Sonne sind wir dann mit einem wunderschönen Sonnenuntergang die Mauer wieder runter um dann erschöpft in unserer Herberge einzukehren, zu essen und uns auszuruhen. Mitternacht haben wir dann gemeinsam unter Sternenhimmel und Mauer das neue Jahr begrüßt. Swantje musste leider mit Aspirin Getränk anstoßen, da nun auch die Medizin zu wirken anfing.

1.1.2009 - Neujahr an der Großen Mauer

1.1.2009 Am ersten Tag des Neuen Jahres war eine Wanderung von etwa 10km auf der Mauer von Simatai nach Jinshanli geplant und von dort dann mit dem Bus zurück nach Beijing. Da Swantje aber doch zu angeschlagen und ein Großteil unserer Truppe nicht aus den Betten kam, blieben nur 4 man übrig um dieses Erlebnis zu machen. Wir sind also in aller Frühe los, da wir 13Uhr am anderen Ende mit dem Bus und dem Rest verabredet waren. Man soll wohl 3 Stunden brauchen, wenn man sich beeilt, aber wie kann man sich beeilen bei solch tollen Anblicken und teilweise sehr steilen Mauerabschnitten. So haben wir 4 das Neue Jahr auf der Mauer begrüßt und sind den größten Teil alleine und ruhig von Turm zu Turm gewandert. Erst auf den letzen 1-2 Kilometern sind uns Andere begegnet. Teilweise waren Mauerabschnitte völlig kaputt, so dann man neben ihnen laufen musste, teilweise waren sie zwar kaputt, konnte aber noch über die losen Steine balancieren. Es ging die ganze Zeit jedenfalls auf und ab und so konnte man dann doch nachvollziehen, dass eine Wanderung auf der Mauer doch kein Pappenstiel ist, sondern mit harter Anstrengung verbunden ist. Zum Mittag gab es dann vor herrlichster Kulisse Halberstädter Würste mit Toast und Senf. Die ganze Tour wurden wir verschont vor Leuten, die uns etwas verkaufen wollten. Erst auf den letzten paar 100 Metern wurden wir kurz verfolgt. Nach genau 5 Stunden kamen wir pünktlich bei unserem Bus an und fuhren 3h gen Beijing. Wir hatten ein herrliches und außergewöhnliches Neujahr, was so noch lange schöne Erinnerungen weckt. In Beijing angekommen haben wir schnell Sachen umgepackt und uns auf unsere Reise ins kalte Haerbin vorbereitet. Schnell noch ins Hostel direkt vorm Bahnhof eingechekt um dann früh Morgens schnell bei Zug zu sein.

Johannes 12. Januar 2009 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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