Sw&J in Beijing

Vom 20.12.2008 bis zum 5.1.2009 war Swantje in Beijing und wir haben zusammen 2 herrliche Wochen verbracht. Unter anderem Weihnachten in Beijing, Neujahr an der Großen Mauer und 2 Tage beim Schnee und Eis Festival in Harbin. Hier dazu unser Reisebericht mit vielen Bildern.

Tag 1 - Ankunft in Beijing
Tag 2 - Kohlehügel & Verbotene Stadt
Tag 3 - TCM & Shoppen
Tag 4 - chinesisches Weihnachten
Tag 5 - Lama & Konfuzius Tempel
Tag 6 - Shopping & TeeShow
Tag 7 - Drum & Bell Tower, HouHai
Tag 8 - Antikmarkt & Watercube
Tag 9 - 798 Kunstfabrik, HouHai & Massage
Tag 10 - Shopping, HotPot
Tag 11 - Silvester an der Großen Mauer
Tag 12 - Neujahr an der Großen Mauer
Tag 13 - Harbin & Eis Laternen Fest
Tag 14 - Harbin & Eis Laternen Fest 2
Tag 15 - Zugfahrt nach Beijing
Tag 16 - Himmelstempel & Abschied

20.12.2008 - Ankunft in Beijing

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Ankunft ca. 17:00 Uhr. Der Flug hatte etwas Verspätung, so dass ich eine Stunde hab warten müssen. Swantje kam dann gut erholt von ihrem 13 stündigen Nachtflug in die Flughafenhalle und es gab einen herzlichen Empfang.
Der erste Schock wartete beim Betreten chinesischen Bodens- es war viel zu kalt. -7 bis -15 Grad. Als sie von Deutschland gestartet ist, war es wesentlich wärmer.

Das erste richtige Erlebnis war die Taxifahrt. Wer das Klischee vertritt, dass Franzosen chaotisch Auto fahren, der war noch nicht in Beijing. Swantje wollte sich im Taxi anschnallen, doch das war nicht möglich, da der Schonbezug der Sitze die Negative vom Anschnallgurt verdeckte. Anschnallen war also unmöglich. Die Taxifahrer fahren sehr selbstsicher, aber ohne Verkehrsregeln. Wer zuerst auf der Kreuzung ist und zudem das größere Fahrzeug besitzt, hat Vorfahrt. Fußgänger werden generell nicht ernst genommen. Auch bei Grün und bei Übergängen werden Fußgänger wie Hindernisse umfahren. Beim Überqueren der Straße muss man also sehr viel vorsichtiger und aufmerksamer sein, als bei deutschen Straßen.
Die erste Taxifahrt endete auf dem Campus der UIBE. Wir wollten in meinem Zimmer im Studentenwohnheim ein paar Sachen von Swantje abstellen, da wir die kommenden zwei Wochen unterwegs sein werden und nicht im Wohnheim übernachten.

Ich habe gleich zu Beginn ein schönes Hostel ausgesucht, welches zu einem der 10 besten Hostels der Welt 2007 gewählt wurde. Swantje hatte ihren Reisepass bei mir im Zimmer eingeschlossen, aus Angst ihn zu verlieren. Das Hostel brauchte aber unbedingt die Reisepässe von uns beiden. Ich checkte also erstmal ein und wir stellten unser Gepäck ins Zimmer. Wir fuhren dann wieder mit dem Taxis zum Wohnheim um den fehlenden Reisepass zu holen und um um die Ecke von der UIBE japanisch essen zu gehen.
So sind wir am ersten Tag 4x mit dem Taxi quer durch Beijing gefahren… zum Glück kostet die Fahrt aber nur zwischen 2-4 Euro.

21.12.2008 - Kohlehügel & Verbotene Stadt

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Heute ging es zum Auftakt auf den Kohlehügel (JingShan), der nördlich der Verbotenen Stadt gelegen ist und einen herrlichen Ausblick über Beijing verschafft. Im Park gab es bei minus -15° mutige Chinesen, die sich sportlich betätigten. Frauen, die sich zu Technomusik bewegten und andere, die gerade lernten mit einem Ball zu tanzen. Interessant war, dass alle Beteiligten die Schrittfolgen kannte. Es machte den Anschein, als ob sich diese Truppe dort täglich trifft und tanzt. Erstaunlich, die Frauen waren alle im Alter von 50-70.

Danach ging es von Norden in die Verbotene Stadt. Mit Audioguide bewaffnet ging es per GPRS von Palast zu Palast. Der Kälte wegen hatten wir viel Gelegenheit all die Souvenirshops von innen zu sehen und mit dem Rücken zur Heizung zu stehen. Vor einem großen Kaufrausch wurden wir jedoch verschont. Die Anlage ist riesig und gewaltig. All die schmucklosen Zimmer der Paläste haben wir dann mit den Bildern aus Filmen in unseren Köpfen wahr werden lassen. Das Gelände ist riesengroß und man könnte sich stundenlang darin beschäftigen. Wir hatte an diesem Tag allerdings noch mehr geplant und beschlossen die verbotene Stadt in drei Stunden abzuhandeln. Die klirrende Kälte erhöhte den Laufschritt.
Als wir an der Südseite durch die großen Tore die Stadt verließen, standen vor dem TianAnMen Tor viele Chinesen, die sich mit dem großen Bild von Mao fotografiert lassen haben. Unseren Marsch setzten wir über den TianAnMen Platz fort, vorbei am Mausoleum und an der Halle des nationalen Volkskongresses. Bevor wir allerdings auf den Platz des himmlischen Friedens durften, mussten wir mit unseren Taschen durch einen Security Check. Es dürfen auf den Platz keine explosiven Dosen und spitzen Gegenstände mitgenommen werden. Unter den wachsamen Augen des Sicherheitspersonals durften wir passieren.
Von dort ging es in ein Hutong südlich des TianAnMen. Da es gerade 15 Uhr war und damit die Zeit, in der alle Restaurants Mittagspause machen, sind wir auf unsere Suche nach einem späten Mittagstisch in einem der bekanntesten kaiserlichen Restaurants Beijings gelandet. Dort gibt es wohl die leckersten und besten BaoZi in ganz Beijing. Also schnell ein paar BaoZi gegessen um dann in den Straßen der Hutongs, von Geschäft zu Geschäft zu bummeln. Dabei gab es ein paar warme Stiefel, da der Beijinger Winter doch zu kalt für Swantjes Füße war.

Der Rückweg führte uns wieder über den TianAnMen, diesmal bei Nacht mit „Weihnachtsbeleuchtung“. Nach einer U-Bahn-Fahrt liefen wir über die WangFuJin, die Straße der außergewöhnlichen Snacks, zurück zum Hostel. In der Snackstraße gab es alles mögliche: von Skorpionen, Schlangen, Raupen bis zu Bananenkrapfen, DouFu und viele Sorten Fleisch und Fisch. Eine interessante Erfahrung, da man von jedem Stand lautstark animiert wurde etwas zu kaufen. Natürlich zu horrenden Preisen. Sobald man einen neuen Stand erreichte, hielten die Verkäufer gleich ein paar Spieße über das Feuer und warteten nur auf ein OK um sie reinfallen zu lassen. Wir trauten uns allerdings nur an ein paar Tofu Stücken und etwas Gebäck.
Im Hostel saßen wir noch gemütlich im wunderschönen Wintergarten und tranken einen Tee und Heiße Schokolade.

23.12.2008 - TCM & Shoppen

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Am Morgen sind wir erstmal in ein neues Hostel gezogen. Dieses ist mitten in einem Hutong gelegen, direkt in einer chicen Einkaufsbummelstraße. Nach kurzem Schlendern sind wir dann zu unserem Termin beim TCM Arzt gefahren und haben uns massieren und untersuchen lassen. Der Arzt hat seine Praxis im Erdgeschoss eines schicken Hotels im Geschäftsviertel Pekings. In der Praxis befinden sich 3 Behandlungszimmer mit 2 bzw. einer Massageliege. Der Artz hat mehrere Lehrlinge, die ihm bei den Behandlungen unterstützen. Sie machen hauptsächlich die Massagen und der Arzt kommt zum Schluss herein und prüft, ob alles gut gemacht wurde. Meine Behandlung wurde mit Massage fortgesetzt und Swantje wurde gründlich mit Abtasten und Schröpfen untersucht, um eine Logik für ihr Hautproblem zu finden. Nach kurzer Herleitung der Symptome aus chinesischer Sicht, waren wir auch um eine neue Erkenntnis reicher. Anscheinend hatte Swantje eine Magenverstimmung im jüngsten Kleinkindalter, dass eine Verspannung im Nacken verursachte, welche nach all den Jahren noch nicht gelöst ist. Er könne diese Magenverstimmung wohl weg massieren, bräuchte dafür jedoch 3-4 Monate. So wurden jetzt hier in China erstmal nur 6 Massagen zur Nackenentspannung angesetzt und der Rest müsste dann in Deutschland vom Heilpraktiker behandelt werden.

Der halben Tag war bereits um und wir haben noch nicht viel erlebt. Den angebrochenen Tag haben wir genutz und sind in die NüRenJie – in die Lady’s Street eingekehrt, um das Frauenherz zu befriedigen. Der Einkaufsmarkt ist in einem vier stöckigen Gebäude. Jede Etage ist mit einer Bekleidungsart ausgestattet. In der untersten Etage werden Mützen, Mundschutz, Haarspangen und Schmuck angeboten. In der zweiten Etage findet man Oberbekleidungen, hauptsächlich für Frauen.In der dritten Etage gibt es Hosen und in der vierten Etage Schuhe. Jede Etage ist einen große Halle, die mit unzähligen Ständen gefüllt ist. Meist 6-8 Reihen, wo ein Stand neben dem andern aufgereiht ist. Das Angebot der Stände wiederholt sich mit der Zeit. Wenn man durch die Reihen schlendert wird man sofort von allen VerkäuferInnen angesprochen: „Hello Lady Pretty, hello Mr Handsome… do you want some jackets? Hello Lady Beautiful, Do you want some more jeans? Mr Cute, how many t-shirts do you want. I give you my special price. For you, it`s cheaper. Cheap, cheap, cheap, very cheap.” Sobald man Interesse zeigt, ist man in der Falle. Schnelle Entscheidung: will ich das überhaupt oder eher nicht. Es ist schwer von einem Stand wieder wegzukommen. Zuerst wird man umziengelt und dann wird einem mit einem Taschenrechner der Preis gezeigt. Man hat nun die Möglichkeit den Preis einzugeben, den man sich vorstellt. Das Startgebot der VerkäuferInnen ist natürlich immer zu hoch. Obwohl man diesen Preis auch in Deutschland bezahlen würde. Ich habe mich mit der Zeit zum Profi-Verhandler gemausert. Häufig klappt es den Startpreis um 60-70% zu drücken. Erst wenn die Verkäufer unglücklich über den Preis sind, bin ich glücklich. Man erhält einen Einblick, wie billig die Sachen produziert werden. Die Produktionskosten der Sachen, die man in Deutschland kaufen kann, sind sicherlich auch nicht viel höher, nur das es uns so teuer verkauft wird.
Nach einer Jacke, Tuch und einer Tasche ging der Kaufrausch erst so richtig los. Ich bin im Verhandels richtig warm geworden. Daher die Chance gleich nutzen und in den nächsten Einkaufshimmel. Da haben wir dann Blut geleckt am herunterhandeln und wollten immer wieder wissen, wie tief wir gehen konnten. So waren wir dann auch die Letzten, die von dem Wachpersonal aus dem Geschäft gedrängt wurden.
Um unser Einkaufsfiber etwas abzukühlen gab es dann noch ein leckeres Eis, welches auf einer Eisplatte, mit unseren gewünschten Zutaten, vor unseren Augen zubereitet wurde.
Gegen 22 Uhr sind wir in unserem Hutong eingekehrt und haben glücklicher Weise noch etwas zu essen gefunden. In einem leeren Restaurant haben wir uns niedergelassen und gestärkt. Wir haben uns auf der Karte die Zutaten ausgesucht, die wir essen wollten und sie wurden uns alle in einem Wok serviert. Das Wunschgericht war verfeinert mit all möglichen frischen Gewürzen, bei denen wir rätseln mussten, um welche es sich handeln könnte.

24.12.2008 - chinesisches Weihnachten

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Nach einem gemütlichen westlichen Frühstück im Hostel ging es zurück ins Wohnheim um die letzen Vorbereitungen für Heiligabend zu treffen. Die Versprochene Dusche blieb leider kalt, so musste das Waschbecken herhalten. Noch schnell das Bett für Micha, einen Kommilitonen, frisch bezogen und die Geschenke eingepackt. 16 Uhr waren wir bei Tanja und Susann zum Weihnachtskaffeetringen eingeladen. Die beiden Mädels haben ihre Wohnung sehr weihnachtlich eingerichtet. Es hingen selbst gebastelte Schwippbögen aus Papier an den Fenstern, kreativ gestaltete Engel standen überall herum und der Weihnachtsbaum war auch vertreten. Jeder musste eine Weihnachtsmannmütze aufsetzen um in Weihnachtstimmung zu kommen. Zum Fest gab es eine Weihnachtstorte vom Franchise Konditor, Lebkuchen und Spekulatius. Die Bescherung machten wir noch vor dem Abendbrot, da alle ihre Geschenke auspacken wollten.Wir hatten vorher gewichtelt, so dass jeder mindestens ein Geschenk bekam.
Mit einem gerade eingeflogenem Weihnachtsmann mit einem Sack voller Weihnachtsgeschenke, war ich derjenige, der wohl am längsten auspacken konnte ;) Und natürlich auch der mit dem schönsten und größten Weihnachtsgeschenk. Traditionell gab es zum Abendbrot Kartoffelsalat, Würstchen und natürlich Obstsalat.

[Bilder kommen noch, da auf defekter SD Karte]

25.12.2008 - Lama & Konfuzius Tempel

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Nach einer doch zu kurzen Nacht ging es dann zur ersten richtigen Behandlung bei „Doctor Bloody“. Mit Tränen in Swantjes Augen wurden dann die verspannten Körperstellen in Angriff genommen und mir wurde gezeigt, wie ich diese Schmerztherapie dann auch zu Hause nach massieren kann. Ich muss mir nur noch die Melodie des Mantras einprägen, dass zur Unterstützung der Massage gesungen wurde.
Der Schmerzbehandlung folgte eine Besichtigungstour. Lama Tempel und Konfuzius Tempel.
Nach einem Spaziergang durch die umliegenden Hutongs sind wir dann mit Freunden in ein chinesisches Restaurant eingekehrt um in VIP Separée zum Weihnachtsmahl zu speisen.
Ein voller runder Tisch mit lauter chinesischen Speisen hat uns 8 Mann gesättigt. Aus Neugier und Mut haben wir warme Cola mit Ingwer probiert und sind davon restlos begeistert.

26.12.2008 - Shopping & TeeShow

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Bei unserem nun täglichen Ausflug zum Doktor „Bloody“, geht es nun mit Nadeln und Schmerztherapie weiter und Swantje soll die Kindertraumata wieder durchleben und durch weinen überwinden. Der Arzt fährt mit der Hand in der Luft über den Körper und wie bei Wünschelruten bleibt die Hand, wie von Magneten gestoppt, an einer Stelle stehen. Anscheinend einer Blockade im Meridian, der Bahn des Qi, der Lebensenergie. Gezielt wird dann auf diesen Punkt gedrückt und mit einem kurzen Aufschrei kontrolliert, ob der Punkt auch passt, dann schnell die Nadel angesetzt und sicher 2-3cm tief in der Haut versenkt.
Nach dieser dann doch anstrengenden Tortur war dann Entspannung für das Frauenherz geplant. Mit Freunden ging es auf die XiDan, eine Shopping Straße mit vielen Geschäften, welche schon selbst riesig sind und natürlich nach intensivem Verhandeln auch recht günstig.

Derweil bin ich schnell zum Bahnhof um Zugtickets für die Fahrt nach Harbin zu kaufen. In China kommt man nur mit Fahrkarte in das Bahnhofsgebäude, so dass man Zugtickets außerhalb an den vielen Ticketfenstern kaufen muss. Nach einer Warteschlange wurde mir dann offenbart, dass es keine Tickets mehr gibt, zu mindest keine Ticket für einen Nachtzug. So blieb uns nichts anderes als „die noch letzten 2 Tickets“ zu kaufen, für eine Zug der tagsüber fährt. Für je 25€ hatten wir also Sitzplätze für eine 8h Fahrt in den über 1.300km entfernten Norden.

Nach gut verhandelten Preisen und 2 Taschen voll Sachen, die die Frauen in den 7.Himmel beförderten, ging es dann in ein Teehaus, wo wir mit Freunden einen Tisch bestellt hatten. In diesem Teehaus gab es dann neben Teezeremonien und Snacks ein volles Programm an Kultur, die China oder besser Beijing zu bieten hat. Angefangen mit Peking Oper, KungFu Show, Musikeinlagen und Zaubershow, bis hin zur chinesischen Maskentanz.
Ein herrliches Programm, welches mit Vielfalt kurze Einblicke lieferte. So haben wir die Peking Oper auch einmal erlebt und zum Glück nur für 10min, denn länger hält man dies kaum aus.

27.12.2008 - Drum & Bell Tower, HouHai

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Heute hatten wir mal keinen TCM Termin. Nicht weil etwa Samstag ist, denn die Praxis ist JEDEN Tag geöffnet, sondern weil es einfach keine freien Termin für das Wochenende gab. Die Behandlung hat Swantje krank gemacht. Sie hat nun Husten und Schnupfen bekommen. Ihr Körper muss durch Husten und Schnupfen alle Giftstoffe aus dem Körper befördern. Also aus medizinischer Sicht eine gute Reaktion des Körpers. Wenn sie in ihr Taschentuch schneuzt, gucken alle Chinesen erschrocken. Die Chinesen putzen sich nicht die Nasen wie wir es tun. Sie halten ein Nasenloch zu, beugen sich nach vorn und schneuzen auf die Straße. Unser TCM Arzt sagt immer er geht sich die Nase waschen. Wer weiß wieviele Methoden die Chinesen zum Nase putzen haben, jedenfalls nicht die mit dem Taschentuch.
Ohne Arzttemi konnten wir mal etwas länger schlafen und den Tag gemütlich von unserer Herberge aus beginnen. Da es für das Frühstück schon zu spät war, wollten wir gleich mit einem Mittag in einem Vegetarischen Restaurant in der Nähe beginnen. Dort gab es zu unserem Glück ein Buffet, so dass wir alles einmal probieren konnten. Es gab vor allem aus Fleischersatz aus Tofu, der dann auch wie Steak, Ente oder Geschnetzeltes aussah. Das kalte Buffet bestand aus ca. 12 Speisen, das warme Buffet aus 20 Speisen und ca. 15 verschiedene Süßwaren und Eis.

Von dort aus ging es dann zum Bell und Drum Tower, welche auf der Nord-Südachse im Norden der Beijinger Altstadt liegen und von wo aus man eigentlich einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden Hutongs hat. Leider war die Sicht eher mäßig. Die Türme sind verglichen mit den flachen Hutongs riesig und überragen erst einmal alles. Im Drum Tower haben wir dann auch eine Trommeleinlage miterlebt. Die riesigen roten Trommeln, welche früher nur für feierliche Anlässe getrommelt wurden, werden für ein paar Minuten für uns gespielt. Vor den beiden Türmen wird man sofort von Rikschafahrern abgefangen und so haben wir auch ein solches Highlight mitgenommen und haben uns für eine gute Stunden durch die umliegenden Hutongs fahren lassen und ein altes traditionelles Curthaus von innen bestaunt.
Dann ging es gemütlich durch die umliegenden Gassen und kleinen Läden zum HouHai, einem Park mit See und vielen Bars. Da der See bereits zugefroren war konnte man Schlittschuh laufen, was uns aber nicht im Sinn stand. Um uns etwas aufzuwärmen haben wir uns ein nettes HotPot Restaurant ausgesucht und lecker gespeist.
Zum Abschluss des Tages wollten wir unsere bisher getätigten Märsche wegmassieren lassen und gingen daher zur Fußmassage. Dazu gab es eine Pediküre. Während der Massage, lief eine chinesische Musiksendung im Fernsehen. Es hörte sich alles sehr änhlich an: eine Frau singt in den höchsten Tönen und kurze Zeit später kommt ein Mann mit Sprechgesang dazu. Klingt alles sehr kitschig. Als wir uns unserer Massage hingaben und vor uns hindösten, hörten wir im Fernsehen ein bekanntes Lied. „I wonder how, I wonder why. Yesterday you told me ’bout the blue blue sky. And all that I can see is just a yellow lemon-tree….” Bei den Chinesen scheint das jetzt ein richtiger Hit zu sein. Interessant war zudem, dass sich die Sänger als Zitronen verkleidet haben.

28.12.2008 - Antikmarkt & Watercube

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Heute stand der Besuch eines Antikmarktes auf dem Kulturprogramm-eine Art Flohmarkt, auf dem man so ziemlich alles kaufen kann. Es gibt Schmuck, Jade, Bilder, Fotos, Klamotten, Möbel, Instrumente, Kleinkram und noch vieles mehr. Vor allem das Stöbern macht natürlich Laune und das finden von skurrilen Dingen, die es bei uns einfach nicht gibt. Also hier und da ein paar Kleinigkeiten gekauft und dann doch recht bald wieder zurück, da es einfach unbeschreiblich kalt war.
Vor dem Abendprogramm haben wir unsere Kräfte im Hostel gesammelt. Ich habe uns zu Weihnachten Karten für das „National Aquatics Center“ oder auch „Watercube“, der olympischen Schwimmhalle neben dem Vogelnest, geschenkt. Die Frage was man mit einem solchen Bau nach den Olympischen Spielen macht, wurde ziemlich gut gelöst: es wird nun eine Springbrunnen- und Wasserfontänenshow mit klassischem Orchester gezeigt. Ein schönes Abendprogramm, was wir so auch noch nicht erlebt haben.
Zum Abendessen waren wir von einem Freund zum Essen eingeladen um dessen Geburtstag zu feiern. Danach ab nach Hause und etwas ausruhen, da Swantje nun doch arg geschwächt von der TCM Behandlung ist und mit Fiber und Husten sich dennoch tapfer schlägt. Als wir das Restaurant verließen, wurde bereits seit einer Stunde aufgeräumt, man traute sich nicht uns rauszuschmeißen. Das Personal saß in der großen Eingangshalle in Reih und Glied einem Sprecher und zwei Protokollführern gegenüber. Dieser wertet im harschen Ton anscheinend den Tag aus und wird sicherlich nicht nur Lob verteilt haben. Alle Anwesenden saßen diszipliniert auf ihren Stühlen und lauschten, was der Redensführer zu berichten hatte. Beim Verlassen der Gebäudes sind wir an einem weiteren Restaurant vorbeigekommen. Hier erblickten wir das selbe Bild.

29.12.2008 - 798 Kunstfabrik, HouHai & Massage

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Die letzen 2 Tage mit Fiber, Husten und Kopfschmerzen haben wir zwar doch gut überstanden, jedoch wollten wir dem Arzt nun eigentlich etwas husten, was er denn mit Swantje angestellt hat. Dieser war von seinem Tun aber vollkommen begeistert und Lobte, dass das ein großer Sprung in Richtung Besserung wäre. So war sein Vorschlag diesen Zustand noch zu intensivieren. So verschrieb er Swantje nun chinesische Kräuter, welche entgiftend wirken sollen… entgiftend im Sinne von alles muss raus…
Gewarnt also, dass alles noch schlimmer kommt, sahen wir schon ein krankes Silvester und Harbin voraus. Aber zum Glück dauert es einen ganzen Tag um die Medizin zu brauen und so blieb noch ein sorgenfreier Tag, mit einer wieder etwas besser gehenden Swantje.

Wir waren heute verabredet mit Freunden um in die Kunstausstellung „die Fabrik 798“ zu gehen. Swantje hatte schon in Deutschland von einer Künstlerin gehört, welche bekannte Bilder mit Gemüse und Obst in verblüffend ähnlicher Weise als Collage nachstellte. Somit war ein Besuch in dieser Galerie natürliche oberste Vegetarierpflicht ;)
Die 798 ist ein altes Fabrikgelände, was nun von Künstlern bevölkert ist und es überall kleine Ateliers, Galerien und Ausstellungen sind. So sind wir mit Freunden bei gefühlten -20° von Galerie zu Galerie gewandelt und haben unzählige Kunstwerke bestaunt. Als kleine Stärkung gab es Mittag beim Griechen.

Da heute ein herrlich klaren blauer Himmel war, sind wir im Anschluss noch ins Herz Beijings gefahren um auf dem Kohlehügel, dem einzigen Berg in Beijing nördlich der Verbotenen Stadt, einen letzten Ausblick zu genießen und um einen herrlichen Sonnenuntergang zu erleben. Dann ging es schnell, aufgrund der Kälte, durch den Beihai, auch ein Park am See, zum HouHai und wieder in das HotPot Restaurant um im Dunst des HotPots und mit einem Feuer vor einem wieder etwas aufzutauen.
Swantje und Ich hatten uns dann einen Termin für eine Ganzkörpermassage geben lassen und so ging unser schöner Tag auf einer Massageliege zu Ende. (80min für 88RMB= 9€)

30.12.2008 - Shopping, HotPot

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Heute mussten wir aus unserer Herberge im Zentrum Beijings auschecken und uns in der Nähe der UIBE ein Hotelzimmer nehmen. Denn Morgen geht es früh von der UIBE mit dem Bus an die Mauer.
Nach unserem Besuch beim TCM Arzt hieß es wieder das Frauenherz befriedigen und so ging es auf Shoppingtour, um den nun leeren Koffer wieder etwas zu füllen. Auf dem Silkmarket wurden wir dann auch vielfach fündig und so gab es neben Mitbringseln noch einen Skianzug, Sportanzug, Schuhe. Swantje und ich waren ein super Team. Swantje sorgte für schick, ich für günstig. Und auch wenn man einiges sicher noch zu teuer bezahlt hat, so waren es doch immer Verhandlungen und Preise, die sich gut anfühlten.
Zum Abend waren wir eingeladen bei Thomas, einem Kommilitonen, der in einer WG mit 4 Chinesen wohnt und die uns mit HotPot bekochen wollten. So haben wir Einblicke in eine chinesische WG bekommen und hatten wieder leckeren Hotpot zum Abend.

31.12.2008 - Silvester an der Großen Mauer

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Zu neunt ging es heute mit einem Kleinbus in den Norden Beijings an den Mauerabschnitt Simatai. Dort hatten wir Zimmer in der Jugendherberge gebucht, um Neujahr an der Großen Mauer zu verbringen. Nach kurzem einchecken und Mittag ging es dann gemeinsam auf die Mauer. Die Mauer liegt auf einem hohen Bergkamm, der arg steil ist. Wir haben uns dann doch auf die Seilbahn geeinigt, die uns zu mindest bis auf halbe Strecke brachte. Von dort aus ging es dann noch einmal steil am Berg entlang um dann schon völlig erschöpft auf die Mauer zu gelangen. Auf dem Weg dahin hat auch jeder von uns eine Reisebegleiterin abbekommen, der dann immer 2 Schritte hinter einem Postkarten, Bücher oder T-Shirts loswerden wollte. Nervendes Volk, dass sich einfach nicht abschütteln lies. Rückblickend muss man sagen, dass wir einfach zu nett waren und die zu frech. Wahrscheinlich muss man diese Leute einfach harsch anfahren und „die Mauer wieder runter schupsen“, um seine Ruhe zu haben. Nach sicher 30 min und kurzem Tacheles reden hatten wir unsere Reisebegleiterin dann zurück gelassen, jedoch wartete sie nur darauf, dass wir wieder zurückkommen.
Dieser Mauerabschnitt ist einfach atemberaubend und spektakulär. Direkt auf dem Kamm eines Berges geht es rechts und links steil bergab. Die Mauer ist in gutem Schuss und doch abenteuerlich zu besteigen. Nach etwa 2km hört sie dann auf und verfällt. Auf einem kleinen Plateau haben wir alle gemeinsam die Mauer genossen und chinesischen HackySack gespielt. Mit einer tiefroten Sonne sind wir dann mit einem wunderschönen Sonnenuntergang die Mauer wieder runter um dann erschöpft in unserer Herberge einzukehren, zu essen und uns auszuruhen. Mitternacht haben wir dann gemeinsam unter Sternenhimmel und Mauer das neue Jahr begrüßt. Swantje musste leider mit Aspirin Getränk anstoßen, da nun auch die Medizin zu wirken anfing. Es war das erste Silvester, was wir erlebten, bei dem es kein Feuerwerk gab. Noch nicht einmal eine Wunderkerze.

1.1.2009 - Neujahr an der Großen Mauer

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Am ersten Tag des Neuen Jahres war eine Wanderung von etwa 10km auf der Mauer von Simatai nach Jinshanli geplant und von dort dann mit dem Bus zurück nach Beijing. Da Swantje aber doch zu angeschlagen und ein Großteil unserer Truppe nicht aus den Betten kam, blieben nur 4 man übrig um dieses Erlebnis zu machen.
Wir sind also in aller Frühe los, da wir 13Uhr am anderen Ende mit dem Bus und dem Rest verabredet waren. Man soll wohl 3 Stunden brauchen, wenn man sich beeilt, aber wie kann man sich beeilen bei solch tollen Anblicken und teilweise sehr steilen Mauerabschnitten.
So haben wir 4 das Neue Jahr auf der Mauer begrüßt und sind den größten Teil alleine und ruhig von Turm zu Turm gewandert. Erst auf den letzen 1 2 Kilometern sind uns andere begegnet. Teilweise waren Mauerabschnitte völlig kaputt, so dass man neben ihnen laufen musste, teilweise waren sie zwar kaputt, konnte aber noch über die losen Steine balancieren. Es ging die ganze Zeit jedenfalls auf und ab und so konnte man dann doch nachvollziehen, dass eine Wanderung auf der Mauer doch kein Pappenstiel ist, sondern mit harter Anstrengung verbunden ist.
Zum Mittag gab es dann vor herrlichster Kulisse Halberstädter Würste mit Toast und Senf.
Die ganze Tour wurden wir verschont vor Leuten, die uns etwas verkaufen wollten. Erst auf den letzten paar 100 Metern wurden wir kurz verfolgt. Nach genau 5 Stunden kamen wir pünktlich bei unserem Bus an und fuhren 3h gen Beijing.
Wir hatten ein herrliches und außergewöhnliches Neujahr, was so noch lange schöne Erinnerungen weckt.
In Beijing angekommen haben wir schnell Sachen umgepackt und uns auf unsere Reise ins kalte Harbin vorbereitet. Schnell noch ins Hostel direkt vorm Bahnhof eingechekt um dann früh Morgens schnell am Bahnhof zu sein.

2.1.2009 - Harbin & Eis Laternen Fest

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Heute ging es früh um 7 mit dem Zug nach Harbin. Wir hatten Sitzplätze am Fenster und Beinfreiheit, wie man sich es nur wünschen kann. Los ging es bei -9°C in Beijing am Morgen und ausgestiegen sind wir auch bei -9°C in Harbin am Nachmittag, Die Strecke von A nach B war eher enttäuschend. Die ganzen 1.300 km lagen im Nebel oder doch eher im Smog. Man konnte sehen, wie all die vielen Schornsteine weißen Rauch ausstießen und danach die Sicht immer schlechter wurde. Die 500m Landschaft, die man also sehen konnte waren vor allem Felder mit ein paar Siedlungen. Keine Hügel, kein Wald, nur eine weiße Wand.
Die weiße Wand ist uns dann auch bis nach Harbin gefolgt. Gegen 15 Uhr sind wir angekommen und wurden erstmal von einer eher grauen Stadt begrüßt. Da wir noch keine Rücktickets hatten, denn man kann Tickets immer nur in eine Richtung kaufen, war unsere erste Anlaufstelle auch gleich das nächste Ticketfenster. Dort wurde uns mit Schrecken gesagt, dass es keine Tickets mehr gibt. Erst am 5.1. abends, dann wenn Swantjes Flug gehen würde. Irgendwie gab es dann aber doch noch 2 letzte Karten, Stehkarten in einem Übernacht Bummelzug. Wir offen für jedes Abenteuer haben also zugegriffen und waren gespannt auf unsere Rückreise. Dann ging es schnell ins Hotel, von dem unser Taxifahrer nur schlechtes zu berichten hatte und uns ein anderes vorschlug. Allerdings war das Hotel einsame Spitze, war gut gelegen und preiswert. Nach kurzem Auftauen und Einpacken in all die Winterklamotten, die wir mit hatten, ging es dann ins Zentrum von Harbin. Auch wenn es dort schon seit Ewigkeiten gefrierend kalt ist, so hatte es auch dort bis jetzt noch nicht geschneit. So waren die Straßen alle arg schmutzig und rutschig. Unsere Theorie ist die, dass die Chinesen immer auf die Straße spucken und dies dann zu einem Eisteppich gefriert.

Harbin war einst eine russische Stadt und hat somit auch eine russische Architektur und russisches Flair. An jeder Ecke gibt es Läden, die alle das gleiche verkaufen. Vorrangig für Russen bestimmt. So wurden wir zwei, eingemummelt in warme Mützen, auch des Öfteren als Russen verkannt. In der Stadt wurden bereits überall Eisskulpturen platziert und bunt angestrahlt. So konnte man zum Beispiel auf einem Flügel aus Eis spielen, oder sich in einem kleinen Eislabyrinth verlaufen. Harbin liegt an einem Fluss, welcher komplett zugefroren ist und nun zum Schlittschuhlaufen oder rutschen genutzt wird. Nach leckerer Zuckerwatte für 3 RMB ( 30Cent) ging es dann zu einem der 3 Eisparks in Harbin. Der MickeyMouse Park im Zentrum von Harbin machte leider gerade zu, so dass ich nur kurz mit der Camera durch rennen konnte, während Swantje den Wachmann beschäftigte.
Danach ging es per Taxi zu der eigentlichen Attraktion von Harbin. Der Eis-Laternen Stadt etwas außerhalb. Der Taxifahrer weigerte sich das Taxameter einzuschalten und verlangte geschlagene 50RMB für die 10min Fahrt. Was will man aber machen? Dort angekommen sind wir beide für je 100RMB reingekommen und haben ein paar schöne Minuten in der Stadt aus Eis erlebt. Es gab eine hohe Eis-Kathedrale, Tempel, Statuen, Rutschen usw. die angeleuchtet waren.
Die Eröffnung ist eigentlich erst am 5.1., die Parks werden aber schon vorher aufgemacht und man kann sie bestaunen. Allerdings wohl nicht so wir dachten. Eigentlich ist diese Eisstadt die ganze Nacht über offen und erleuchtet. Als wir da waren gingen allerdings um 10 die Lichter aus und wir standen vor dunklen, nicht so spektakulären Eisskulpturen. Wir hatten noch nicht einmal die Hälfte gesehen und schon nach gefühlten 30-40 min war dann unser Eisstadt Erlebnis wieder vorbei und wir sind wieder per Taxi (wieder wurde der Preis diktiert) zurück ins warmen Hotelzimmer. In den 40 kalten Minuten haben wir übrigens 8 aufgeladene Batterien verbraucht. Nach den doch knappen Zeit in diesem Park waren wir dann jedoch doch arg durchgefroren und froh wieder im Wärme zu sein.

3.1.2009 - Harbin & Eis Laternen Fest 2

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Am 2. Tag in Harbin wollten wir uns mit Freunden treffen, die mit dem Nachtzug gekommen sind. So ging es auf zu der russisch orthodoxen Kirche in Harbin, einem Merkmal von Harbin. Die Kirche wird im atheistischen China jedoch nicht mehr als Kirche, sondern als Museum genutzt. Danach haben wir den 3. Park, den Schneeskulpturen Park, besichtigt.
Da wir ja vor der eigentlichen Eröffnung da waren, haben wir noch all die Arbeiten mitbekommen, was an sich vielleicht sogar interessanter war also hinterher nur die fertigen Skulpturen zu bestaunen. Es gab eine riesengroße Skulptur und viele kleinere zu bewundern. Der Schnee für all dies wurde anscheinend nur mit 3 Schneekanonen produziert.
An einer Ecke trafen wir auf Studenten, die jeweils an einem 4×4x4Meter großem Schneeklotz arbeiteten und an einem Skulpturen Wettkampf teilnahmen. Da haben wir natürlich auch gleich mal zur Spitzhacke und Spaten gegriffen und uns ausprobiert…


Gymnastik gegen die Kälte

Von dort aus ging es wieder zurück ins Zentrum und da wir noch Zeit hatten bis unser Nachtzug fuhr, sind wir noch einmal in den MickeyMouse Park gegangen. Zum Glück noch bei Tageslicht, denn da war der Eintritt nur halb so viel und die Skulpturen noch nicht angeleuchtet. Innerhalb einer knappen Stunde ging die Sonne dann aber unter und die Skulpturen wurden angeleuchtet. So dass wir beides bestaunen konnten. Das Eis an sich und danach herrlich angeleuchtet.

Danach ging es zum Bahnhof und zurück über Nacht auf unseren Stehplätzen. In unwissender Voraussicht haben wir uns noch schnell einen kleine Hocker gekauft, damit dann wenigstens einer sitzen kann. Allerdings hatten wir Glück und ein chinesisches Paar rückte etwas zusammen, so dass wir beide eine Bank für uns hatten und nicht stehen mussten, sondern gepolstert sitzen konnten. Schlafkomfort hatten wir allerdings auch nicht und so kamen wir doch völlig müde und kaputt in Beijing an.

3.1.2009 - Zugfahrt nach Beijing

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Nach der anstrengenden Zugfahrt sind wir erstmal zu mir ins Wohnheim und haben uns hingelegt um etwas Schlaf nachzuholen. Um dann nicht den ganzen Tag nur rum zu lümmeln sind wir wieder auf die Straße und ich habe Swantje etwas mein Viertel gezeigt und wir haben chinesische Läden und deren Eigenheiten erkundet.

5.1.2009 - Himmelstempel & Abschied

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An unserem letzen Tag hieß es noch einmal zu TCM Arzt zur letzten Abnahme. Dieser verschrieb gleich noch einmal einen großen Sack voll Kräuter, um die Behandlung auch in Deutschland weiter zu führen. Diesmal nicht gebrüht, sondern reisegerecht als Pulver.
Danach ging es zum Tiantan, dem Himmelstempel. In diesem Park sprüht es nur vor Leben. Jung und Alt trifft sich hier und treibt Sport, spielt Karten, singt, tanzt, häkelt oder jongliert.
Es ist einfach herrlich zu sehen, wie vor allem Rentner noch sportlich, gesund in den Parks die Zeit verbringen und vor allem froh und sinnvoll zusammen Dinge unternehmen, die vor allem der Rentnerpsyche gut tut. Wenn man sieht wie sinnvoll und glücklich all die alten Menschen hier ihre Zeit verbringen, dann wünscht man sich, diesen Elan auch in Deutschland zu sehen, wo generell gesprochen doch ein Großteil der Alten eher alleine zu Hause sitzt und der Arzttermin den Höhepunkt der Woche darstellt.


buntes Treiben am Himmelstempel


Gesang bei Minusgraden from XiYue on Vimeo.


cinesisches YoYo

Nach 15 vollen und wunderschönen Tagen und einem nun doch prall gefüllten Koffer hieß es für uns dann Abschied nehmen. Um 24 Uhr ging Swantjes Flieger über Istanbul zurück in das noch kältere und vor allem schneeweiße Deutschland.

Johannes 12. Januar 2009 Ein Kommentar Trackback URI Comments RSS

Ein Kommentar zu “Sw&J in Beijing”

  1. Heikeam 20. Januar 2009 um 17:40 Link zum Kommentar

    Mein lieber Johannes, das ist wirklich ein ganz toller Reisebericht. Man kann richtig nachvollziehen, wieviel Freude euch die 2 Wochen gemacht haben.
    Ich drücke Dir für das Vorstellungsgespräch ganz fest die Daumen!

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