Archiv für das Tag 'Essen'

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Tepanyaki

Am Samstag war es dann wieder soweit. Daniel, unser neuer WG Mitbewohner hatte Geburtstag und so gingen wir japanisch feiern. Und da solche Gelegenheiten mittlerweile eher selten kommen, dachten wir uns wir gehen mal etwas Besonderes essen. So haben wir uns zum Tapanyaki verabredet.
Tepanyaki ist ein japanisches Barbecue, bei dem man wie bei einem Buffet so viel a la Carte bestellt für den sagenhaften Preis von 158? [etwa 16€]. So gab es alles Mögliche, angefangen von Lachs, Tunfisch, flambiertem Steak, Ei mit Gänseleber und Kaviar, Austern, Muscheln und gegrillte Banane mit flambiertem Eis… Für geschlagene 6 Stunden hieß es Karte auf und nachbestellen. Getränke natürlich inklusive. Alle Gerichte werden direkt vor einem zubereitet, denn man sitzt an einer großen Herdplatte (Grill) und bestaunt die Messerspektakel und Feuershows.
Neben uns saßen Franzosen, die dann nach dem dritten Sake gesellig wurden und mit denen wir dann in unterschiedlichste Lieder mit eingestimmt haben.

Daniel, Sina und Dorian beim TepanyakiTepanyakimhh... Ei mit Gänseleber und Kavier

die Kamera taugt leider nichts in dunklen Räumen…

Geschrieben von Johannes am 30. Juni 2009 | Abgelegt unter Beijing, Bizzar | Keine Kommentare

HotPot

–> oder “wie ich meine Ohren rette”

…mit 2 Chinesen verstand ich mich recht gut und so wurde ich heute zum HotPot eingeladen.

HotPot ist eine Art chinesisches Fondue: man bestellt einen Topf mit Brühe (scharf oder Pilzbrühe, oder Meerestiere), dieser wird vor einem auf einer Induktionsplatte erhitzt. Dazu bestellt man allerlei anderer Sachen wie: Schinken (Schaf,Rind,…), Tofu (scharf, mit Blut, mit Kräutern), Gemüse, Fisch, Schrimps, Nudeln, Jiaozi,…
Das alles kommt dann in den kochenden Topf und ist innerhalb von einer Minute fertig und wird dann letztendlich in eine Sesamsoße getunkt.
Man kommt schnell ins schwitzen, da man eigentlich ständig ein Dampfbad nimmt.

Laut chinesischem Kalender ist heute Winteranfang. Dieser Tag wird gefeiert und so gibt es eine Tradition, die mir zum Glück noch rechtzeitig erzählt wurde.
An diesem Tag muss man umbedingt Jiaozi essen! Sonst fallen einem im Winter die Ohren ab! Denn Jiaozi sehen mit viel Phantasie etwas wie Ohren aus…
Zum Glück habe ich also heute noch rechtzeitig Jiaozi gegessen und meine Ohren gerettet.
Laut chinesischer Bauernweisheit muss es am Tag des Winteranfangs auch sehr kalt sein - je kälter um so besser. Und tatsächlich: heute ist es viel kälter als zuvor (5-8°C). Wenn es an diesem Tag kalt ist, dann wird das folgende Jahr gut. Und wenn es an diesem Tag schneit, dann wird der folgende Sommer “a super summer”…

Interessant war noch: beim Anstoßen wird darauf geachtet, dass man mit seinem Glas auch Respekt erweist: man stößt nich auf Augenhöhe an, sondern man achtet darauf, dass die respektierte Person das Glas etwas höher hat als man selbst. Daher sind beim Anstoßen auch alle Augen auf die Gläser gerichtet und man schaut sich nicht in die Augen…

Geschrieben von Johannes am 7. November 2008 | Abgelegt unter Bizzar, Dies und Das | Keine Kommentare